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Kommentar von Christian Frietsch

Absage für Städtepartnerschaft in Israel – Baden-Badener OB Mergen vergleicht Israel mit "China, Indien, USA und Japan"

Absage für Städtepartnerschaft in Israel – Baden-Badener OB Mergen vergleicht Israel mit "China, Indien, USA und Japan"
FDP-Fraktionsvorsitzender Rolf Pilarski und Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Baden-Baden, 15.02.2020, 00:00 Uhr, Kommentar: Christian Frietsch Quer durch Baden-Baden zieht sich ein gefälliger Umgang mit den jüdischen Bürgern und deren Gremien. Pflichtbewusst werden Gedenktage beachtet. Regelmäßig werden Stolpersteine verlegt und gewartet. Davor sind dann regelmäßig die gleichen Vertreter von Vereinen und Gemeinderat auf Fotomotiven in Lokalmedien zu sehen. Doch diese Erinnerungskultur taugt wenig, wenn es am notwenige Protest fehlt, wenn dieser nötig ist.

Bei der OB-Absage an die Israeltische Religionsgemeinschaft Baden in Sachen Grundstück zum Bau einer Synagoge, rührte sich dieser Protest nicht. In ihrer Ausweglosigkeit erwarben die Juden ein Grundstück am Autobahnzubringer.

Auch die Forderung einer offenen Diskussion zum würdelosen Umgang mit dem Synagogengrundstück als Parkplatz des Badischen Tagblatts findet in der betroffenen Zeitung keine Plattform. Verdrängt auch die belegte NSDAP-Geschichte handelnder Personen beim Kauf des Grundstücks und die Rolle von Baden-Badenern als Täter im Nationalsozialismus. Für «erstarrt und ritualisiert» hält die amerikanische Publizistin Deborah Feldman den Umgang mit den Folgen des Holocaust in Deutschland. Sobald Machtverhältnisse berührt werden, ist es nicht weit her mit der Zivilcourage.

Wie erstarrt sich dies in Baden-Badener zeigt, musste der FDP-Fraktionsvorsitzende Rolf Pilarski am 10. Februar in der Hauptausschusssitzung des Baden-Badener Gemeinderats erfahren, als er fragte, weshalb es keine Städtepartnerschaft mit Israel gebe. Oberbürgermeisterin Margret Mergen erklärte ohne zu zögern, dass es auch von anderen Ländern wie China, Indien, den USA und Japan«immer mal wieder Anfragen für Städtepartnerschaften gegeben» habe. Die vier bestehenden Partnerschaften würden jedoch bereits viel fordern und es sei auch im Ältestenrat diskutiert worden. Städtepartnerschaften seien nicht erwünscht, aber Projekte. goodnews4.de berichtete.


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