Streik

Am Montag Warnstreik im Nahverkehr – Auch Baden-Baden und Karlsruhe betroffen

Am Montag Warnstreik im Nahverkehr – Auch Baden-Baden und Karlsruhe betroffen
Foto: Archiv

Baden-Baden, 30.01.2026, 11:55 Uhr, Bericht: Redaktion Heute Morgen hat die Gewerkschaft ver.di zu einem Warnstreik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Baden-Baden und Karlsruhe sind betroffen. Auch für Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Esslingen und Konstanz ruft die Gewerkschaft zum Streik auf.

Wie das Rathaus mitteilt, wird die Verkehrsgesellschaft Baden-Baden wird am Montag, 2. Februar, ganztägig bestreikt. Auf den Linien 201, 204, 205, 206, 207, 208, 211, 212, 213, 214, 216 und 218 müsse daher ab Betriebsbeginn bis Betriebsende der Verkehr eingestellt werden. Vom Streik betroffen ist auch die Merkurbergbahn sowie das Kundenzentrum am Augustaplatz. Nicht betroffen sind die Linien 203, 215 – außer Schulfahrten, im Fahrplan mit «S» gekennzeichnet – und die Fahrten der Linie 201E. Auch die Regionalbuslinien 244, X44, X45, 262 und 292 verkehren nach Plan. Das Anruflinientaxi und MyShuttle fahren ebenso planmäßig.

Die Streiks finden im Rahmen bundesweiter Arbeitsniederlegungen statt. Die Tarifverhandlungen für die rund 6.700 Beschäftigten in den sieben kommunalen Nahverkehrsbetrieben zwischen ver.di Baden-Württemberg und dem Kommunalen Arbeitgeberverband, KAV, waren am 20. Januar ohne Angebot vertagt worden.

 

Jan Bleckert, ver.di Verhandlungsführer: «Wir akzeptieren, dass die Finanzausstattung der Kommunen diese Tarifrunde mit beeinflusst. Wir akzeptieren nicht, dass die kommunalen Arbeitgeber die Beschäftigten mit der ständigen Androhung von Leistungskürzungen und Preiserhöhungen für Fahrgäste erpressen wollen. Am Montag setzen wir ein klares Signal: Wer in Tarifverhandlungen Arbeitsbedingungen verschlechtern, statt verbessern will, muss mit erheblichem Widerstand rechnen.»

ver.di fordert unter anderem die Anhebung des Nachtzuschlags, des Sonntagzuschlags, Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe, eine Anhebung des Überstundenzuschlags sowie eine Anhebung des Samstagszuschlags. Im Nachgang der Mantelrunde 2024 war letztes Jahr mit den Arbeitgebern vereinbart worden, weitere Verbesserungen im Jahr 2026 verhandeln zu können. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 9. Februar.




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