Logo goodnews4Plus

Bestechung und Prostitution

Baden-Baden vor Rotlicht-Affäre – Vorwürfe gegen Ortschaftsrätin – "Verstöße gegen Corona-Verordnung" – Rathaus: "Laufendes Verfahren"

Baden-Baden vor Rotlicht-Affäre – Vorwürfe gegen Ortschaftsrätin – "Verstöße gegen Corona-Verordnung" – Rathaus: "Laufendes Verfahren"
Eine Baden-Badener Ortschaftsrätin soll angeblich ein „illegales, unangemeldetes Bordell“ betreiben. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Bericht von Christian Frietsch
11.11.2020, 01:00 Uhr



Baden-Baden Nach der Leo-Affäre könnte der Baden-Badener Kommunalpolitik eine neuerliche Affäre ins Haus stehen. Auch diesmal stehen gewählte Kommunalpolitiker und Mitarbeiter des Rathauses und städtischer Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Vorwürfen und ersten Ermittlungen der Behörden.

So richtig passen die beiden Welten von Christkindelsmarkt und Rotlicht-Milieu eigentlich nicht zusammen. Doch offenbar sind in Baden-Baden in beiden Geschäftsmodellen gleiche Akteure unterwegs.

In den letzten Wochen und Monaten gingen bei der Staatsanwaltschaft dazu nach goodnews4-Informationen mehrere Anzeigen ein. In Sachen Christkindelsmarkt ist von einem Bestechungsversuch die Rede, um den Zuschlag für die begehrten Buden zu erhalten. In Sachen Rotlicht geht es um den Vorwurf gegen eine Ortschaftsrätin, die ein «illegales, unangemeldetes Bordell» betreiben soll. In beiden Fällen soll ein gleicher Personenkreis involviert sein. Das Bordell sei auch während des Prostitutionsverbotes, das wegen der Corona-Pandemie erlassen worden war, in Betrieb gewesen. Michael Klose, Sprecher der Baden-Badener Staatsanwaltschaft, bestätigte gegenüber goodnews4.de den Eingang einer Anzeige am 7. Oktober 2020.

Vorwürfe werden auch gegen das Baden-Badener Bauamt erhoben, das angeblich mit Genehmigungen einseitig bestimmte Betreiber von Bordellen begünstigt haben soll. Zu diesen Betreibern von Bordellen in Baden-Baden sollen angeblich Mitglieder des Motorrad- und Rockerclubs «Hells Angels» gehören. Bei dem angeblich von der beschuldigten Ortschaftsrätin betriebenen Bordell sei während der Corona-Krise die «Notlage» der Prostituierten mit hohen Tagemieten für Apartments ausgenutzt worden.

Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens sei seitens der Staatsanwaltschaft «mangels konkreter Anhaltspunkte abgesehen» worden, erklärte Staatsanwalt Klose gegenüber goodnews4.de. In Zusammenhang mit dem «Vorwurf eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz» sei «der Vorgang zur Prüfung einer möglichen Ordnungswidrigkeit an die Stadt Baden-Baden als zuständige Verwaltungsbehörde abgegeben» worden. Auf Anfrage von goodnews4.de bestätigte das Rathaus Baden-Baden, dass es sich um ein «laufendes Verfahren» handele und wollte deshalb keine weiteren Angaben machen. goodnews4-Recherchen zu dem angeblichen Bestechungsversuch in Zusammenhang mit dem Chistkindelsmarkt sind noch nicht abgeschlossen.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.


goodnews4-Logogoodnews4Baden-Baden Breaking News kostenlos abonnieren!
Jeden Tag sendet goodnews4.de die wichtigste Nachricht als News-E-Mail.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die wichtigsten Nachrichten-Headlines von goodnews4 kostenlos als Push-Nachricht direkt auf das Smartphone mit der goodnews4.deApp.
goodnews4App im App Store unter itunes.apple.com oder im Play Store unter play.google.com.