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Kommentar von Christian Frietsch

Gestern Abend im Rathaus Baden-Baden – Noch keine Stunde der Wahrheit für Neues Schloss – Aber Chance für Kompromiss bei Aumatt-Projekt

Gestern Abend im Rathaus Baden-Baden – Noch keine Stunde der Wahrheit für Neues Schloss – Aber Chance für Kompromiss bei Aumatt-Projekt
Der Vortrag von Bernhard Kogel über das Neue Schloss kam einigen Stadträten bekannt vor.

Baden-Baden, 14.02.2020, 00:00 Uhr, Kommentar: Christian Frietsch Sie erinnere sich noch «genau», dass sie den Vortrag von Bernhard Kogel «vor 17 Jahren schonmal gehört» habe, sprach die grüne Stadträtin Ursula Opitz den altgedienten Baden-Badener Stadträten gestern Abend bei einer über dreistündigen Bauausschusssitzung aus der Seele. Jahrelang konnte die Eigentümerin Fawzia Al Hasswi das gutgläubige Baden-Badener Rathaus einwickeln. Aus dem versprochenen internationalen Traum-Schlosshotel wurde ein Rathaus-Trauma.

Auf Nachfrage von Martin Ernst, FBB-Fraktionsvorsitzender, erklärte der gestern referierende Bernhard Kogel, dass er beratend und projektsteuernd für Fawzia Al Hasaswi arbeite. Schon vor einigen Jahren war der Architekt für die Kuwaiterin in Sachen Neues Schloss tätig.

Beim Kauf habe man einen «romantischen Blick» gehabt und «ein Stück weit eine Kröte erworben», verlegte sich der Vertraute der Schlosseigentümer noch einmal in einer Vergangenheitsbewältigung, die vielleicht auch Anzeichen einer Resignation einer von falschen Erwartungen zermürbten Schlosseigentümerin künden könnten. Gesten Abend gab es aber immer noch keine Stunde der Wahrheit.

Allein die Kosten für die Sanierung der sogenannten «Grotte» mit Treppenanlage im Schlosspark schätzt Bernhard Kogel auf 500.000 Euro. Angesichts der hohen Kosten, um das Schloss instand zu halten, brauche «das Schloss Perspektiven» wandte sich der Hassawi-Berater an den Gemeinderat und glaubte vielleicht selbst nicht, dass dieser Hinweis als neuerliches Druckmittel ausreichen könnte, um die Aufhebung des Bebauungsplans abzuwenden, wie dies Grüne, FBB und FDP fordern.

Auch bei der CDU dürfte die Bereitschaft für Zugeständnisse erschöpft sein. Klaus Bloedt-Werner, CDU, sagte, «der Investor» müsse nun «glaubhafte und zeitlich absehbare Perspektiven» zeigen. Dass Bernhard Kogel «wieder an Bord» ist, sei ein wichtiger Punkt. Der Gemeinderat habe «alles Menschenmögliche getan» und sei Fawzia Al Hassawi «entgegengekommen», dass sie einen Teil der Appartements im Neubau verkaufen könne, es gebe aber kein «Abrücken» davon, dass das nur in Kombination mit dem Hotelprojekt möglich sei.

Ursula Opitz erinnerte daran, dass der interfraktionelle Antrag von Grünen, FBB und FDP in der letzten Sitzung eigentlich nur um vier Wochen verschoben worden sei. «Wenn sich bis April nichts tut», sei sie «sehr dafür abzustimmen». Dann könnte es doch eine Stunde der Wahrheit geben für das Neue Schloss. Ein Brainstorming für eine post-orientale Zeit wäre gleich nach Fasching schon mal sinnvoll. goodnews4.de berichtete.

Und eine Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung könnte es in Sachen Aumatt geben. FBB, Grüne und AfD signalisierten, dass sie dem neuen Bebauungsplan «Urbanes Gebiet Aumatt» – goodnews4.de berichtete – nur bei einer Quote von 50 Prozent Wohnen und 50 Prozent Gewerbe zustimmen könnten. Mehr morgen im ausführlichen goodnews4-Protokoll zur Bauausschusssitzung des Baden-Badener Gemeinderats.


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