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Großes Talent aus Baden-Baden

Junger Baden-Badener vor großer Tenniskarriere – Max Stenzer Deutscher Meister U13 – Trainer Axel Bernhard: "Er kann Bälle spielen, die stehen in keinem Lehrbuch"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Max Stenzer und Axel Bernhard

Baden-Baden, 24.06.2019, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Für den 13-jährigen Baden-Badener Max Stenzer war es der größte Triumph in seinem jungen Sportlerleben. Deutscher Meister U13 bei den Deutschen Tennis-Junioren-Meisterschaften in Ludwigshafen Anfang des Monats. In Baden-Baden gar nicht sonderlich wahrgenommen, gehören zu diesem Titel durchaus die Geschichten von Boris Becker und Steffi Graf, bei denen in diesem Alter die große Karriere schon zu ahnen war.

Im Endspiel schlug Max Stenzer den Leipziger Nikolai Barsukov, ein Leipziger Talent vom TV GW Machern, die Nummer Eins im deutschen Ranking dieser Klasse und sogar schon mal von Boris Becker gecoacht. Und der Finalsieg von Max fiel nach einem überlegenen Match mit 6:4 und 6:2 deutlich aus. «Bei ihm hat man sofort erkennen können im Vergleich zu anderen Kindern, dass er sich mit Schläger und Ball stundenlang beschäftigen kann», erinnert sich Axel Bernhard goodnews4-VIDEO-Interview an Max, den er kennenlernte als er neun Jahre alt war und den er seitdem als Trainer begleitet.

«Er kann Bälle spielen, die stehen in keinem Lehrbuch», stellt Axel Bernhard nicht etwa den Trainingsfleiß in den Vordergrund der Eigenschaften seines Schützlings, sondern dessen ganz außergewöhnliche Talentmerkmale. Auch außergewöhnlich sind die Stationen in seiner noch kurzen Lebensgeschichte, von denen Max im goodnews4-VIDEO-Interview erzählt: «Ich bin in Amerika geboren, in Tulsa, Oklahoma, da meine Eltern immer beruflich unterwegs waren. Dort haben wir 4 Jahre gewohnt, dann sind wir von da aus nach Gran Canaria gezogen. Dort waren es auch 4 Jahre. Ich bin also immer in verschiedenen Ländern aufgewachsen. Danach war ich dann zwei Jahre hier in Baden-Baden, dann bin ich von Baden-Baden nach Irland gezogen für ein Jahr, dann habe ich in Irland gewohnt und jetzt bin ich wieder seit letztem Sommer hier in Baden-Baden.»


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Max Stenzer:

goodnews4: Max, in diesem Interview möchten wir dich unseren Zuschauern und Lesern vorstellen. Du bist «Deutscher Meister der Tennis Junioren U 13» geworden, Dein Vorname ist Max, Dein Nachname Stenzer. Bevor wir mit deinem Trainer Axel Bernhard darüber sprechen, was Dich denn zum Tennis-Champion gemacht hat, sind wir natürlich erstmal neugierig zu wissen, wie denn so dein Leben aussieht. Also auf welche Schule Du gehst, und ob Du in Baden-Baden geboren und aufgewachsen bist?

Max Stenzer: Es ist eine lange Geschichte. Ich bin in Amerika geboren, in Tulsa, Oklahoma, da meine Eltern immer beruflich unterwegs waren. Dort haben wir 4 Jahre gewohnt, dann sind wir von da aus nach Gran Canaria gezogen. Dort waren es auch 4 Jahre. Ich bin also immer in verschiedenen Ländern aufgewachsen. Danach war ich dann zwei Jahre hier in Baden-Baden, dann bin ich von Baden-Baden nach Irland gezogen für ein Jahr, dann habe ich in Irland gewohnt und jetzt bin ich wieder seit letztem Sommer hier in Baden-Baden.

goodnews4: Und wo gehst du zur Schule? Oder gehst du überhaupt zur Schule?

Max Stenzer: Ja, ich gehe schon zur Schule. Meine Schule ist in Mannheim. Das ist eine Sportlerschule, da muss ich einmal in der Woche hin. Ich gehe immer mittwochs hin, aber sonst lerne ich und mache den ganzen Stoff zu Hause.

goodnews4: Wie sieht denn dein Alltag aus? Steffi Graf ist ja gerade 50 geworden. Die ganzen Fernsehsendungen sind voll mit Berichten über Steffi Graf und ihr Leben. Da sieht man auch bei Boris Becker immer, dass sie jeden Tag stundenlang schon als kleine Kinder trainiert haben. Ist das bei dir auch so?

Max Stenzer: Nein, ich habe jetzt überhaupt erst letzten Sommer angefangen zwei Stunden zu trainieren. Früher habe ich immer nur eineinhalb Stunden am Tag trainiert, nicht mehr. Mittlerweile spiele ich eben zwei Stunden am Tag Tennis und dann mache ich noch Konditionstraining.

goodnews4: Was machst du sonst den restlichen Tag? Triffst dich mit Freunden? Lernst für die Schule?

Max Stenzer: Ja, Lernen ist ein großer Faktor und Tennis. Ich spiele schon lang am Tag Tennis und wenn ich Zeit habe, treffe ich mich mit Freunden, gehe in die Stadt oder ins Kino.

goodnews4: Wenn du sagst du trainierst am Tag zwei Stunden und du spielst aber viel Tennis, ist das dann ein Unterschied zwischen Tennis trainieren und Tennis spielen?

Max Stenzer: Ich trainiere nicht am Stück sondern habe eine Session am Morgen und dazwischen esse ich oder lerne ich und dann habe ich wieder Konditionstraining und deshalb ist es nicht am Stück, sondern verteilt.

goodnews4: Wie lange spielst du denn schon Tennis und wie bist du dazu gekommen?

Max Stenzer: Ich spiele, glaube ich, seitdem ich vier oder fünf bin. Meine Mutter hat immer früher Tennis gespielt, mein Bruder auch. Die standen immer auf dem Tennisplatz und da habe ich immer zugeschaut. Da war oft eine Wand, an die man dagegen spielen konnte. Da habe ich dann immer dagegen gespielt und so kam es dazu. Das hat sich dann dazu entwickelt, dass ich Tennis spiele.

goodnews4: Als Boris Becker seinen ersten Wimbledon-Sieg holte, war er gerade fünf Jahre älter als Du. Ist das auch dein Ziel und ist Boris Becker dein Vorbild?

Max Stenzer: Ich habe letztens im Dezember mit ihm trainiert in Hannover. In Hannover ist der deutsche Tennisbund. Er ist schon eine Inspiration, aber mit 18 wird es schon schwierig, weil heutzutage ist es etwas schwieriger. Mit 18 will ich schon auf der Profitour sein, aber so erfolgreich zu sein wird schwierig. Aber ein paar Ziele sind da.

goodnews4: Und wer ist denn dein Vorbild oder hast du kein Vorbild?

Max Stenzer: Ich habe ein paar Tennisspieler so wie Federer, Zverev, die ich mag, aber ich habe keinen absoluten Lieblingsspitzensportler oder Tennisspieler.

goodnews4: Gerade bist du Deutscher Juniorenmeister U13 geworden. Jetzt darfst du von mehr träumen. Von was träumst du denn in deinem zukünftigen Sportlerleben? Was wäre dein großes Ziel, wenn du 18, 20 oder 25 bist?

Max Stenzer: Ich würde schon gerne Top 100 der Welt sein und auch ein paar Titel gewinnen und erfolgreicher sein. Immer hart arbeiten und besser werden und dann eben so viel machen wie möglich.

goodnews4: Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Axel Bernhard, Trainer:

goodnews4: Axel Bernhard, Sie trainieren Max seit er neun Jahre alt ist. Was haben Sie denn schon bei dem 9 Jahre alten Max an Talent erkannt?

Axel Bernhard: Bei ihm hat man sofort erkennen können, im Vergleich zu anderen Kindern, dass er sich mit Schläger und Ball stundenlang beschäftigen kann. Man stellt ihn irgendwo an eine Wand und dann spielt er dagegen. Das macht ein Kind normalerweise absolut nicht. Auf dem Platz selber sprüht er vor Spielfreude, was man auch immer mehr in seinen Matchen sieht. Dann ist es auch so, dass er den Schläger in dem Alter schon unheimlich manövrieren kann. Er kann Bälle spielen, die stehen in keinem Lehrbuch, aber er kann sie technisch umsetzen. Technik ist nur Mittel zum Zweck und er kann das. Ich fördere das auch. Ich lasse ihn das auch umso mehr machen. Das ist außergewöhnlich. Mit der richtigen Entwicklung und Förderung bekommt man so ein Kind wie Max zu einer Deutschen Meisterschaft.

goodnews4: Was unterscheidet denn die Rolle des Trainers bei einem 9-jährigen Kind oder dann bei einem Teenager im Vergleich zu einem erwachsenen Sportler?

Axel Bernhard: Ich würde sagen vom Groben zum Feinen. Aber bei Kindern geht das wirklich mehr über das Spiel. Da trainieren wir eine Stunde oder anderthalb Stunden Konditionstraining, sodass das Kind einfach umfangreich entwickelt wird. Dann vom Groben zum Feinen. Wie gesagt, wird es immer feiner, taktisch feiner, weil die Kinder dann auch mehr verstehen. Mit 10,11,12 ist der Verstand ja noch nicht so entwickelt, auch spielerisch. Da ist er mit 13 schon auf einem Level mittlerweile, wo er Tennis immer mehr versteht und über dieses Verstehen auch immer mehr weiß, wie er genau seine Spielfähigkeit dann auch einsetzen kann um die Punkte zu machen. Das hat er jetzt auch in Ludwigshafen so gemacht.

goodnews4: Was waren denn bisher die sagen wir mal drei wichtigsten sportlichen Stationen von Max?

Axel Bernhard: Von U9 und U10 gibt es ein Turnier in Detmold, das ist so im jüngsten Bereich und das war ein Turnier, was er ziemlich gut abgeschnitten hat. Es gibt auch U10 Weltmeisterschaften, da muss man sich auch erstmal behaupten, und da war er im Viertelfinale. Das war auch schon mal ein Erfolg. Dann geht es weiter bei den Tennis Europe Turnieren. Das sind europaweite Turniere, bei denen man sich auch international auch in dem Jahrgang misst. Da hat er letztes Jahr auch in Portugal gewonnen, in Grötzingen gewonnen. Das waren schon herausragende Leistungen. Jetzt natürlich der Gewinn der deutschen Meisterschaft.

goodnews4: Was ist das Ziel, was ist der Plan für die nächsten 5 oder 10 Jahre?

Axel Bernhard: Die nächsten 2 Jahre, also dieses Jahr und nächstes Jahr, wird er die Tennis Europe Turniere noch spielen und dann kommt der Sprung zur ITF Tour. Das ist dann nochmal eine andere Rangliste, die geht bis U18. Von da sieht man dann, ob er mit 17, 18 – je nach Entwicklung – in den Profibereich wechselt und von da an geht es ans Geldverdienen.

goodnews4: Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Die Interviews führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Max Stenzer und Axel Bernhard


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