Einigung in Tarifstreit
Nach Casino-Streik in Baden-Baden – ver.di und Baden-Württembergische Spielbanken einigen sich – Lohnerhöhung und Friedenspflicht

Baden-Baden, 10.06.2026, 13:10 Uhr, Bericht: Redaktion Im Tarifkonflikt mit den Baden-Württembergischen Spielbanken gibt es ein Tarifergebnis, dies teilte die Gewerkschaft heute Mittag mit. Bei kurzfristig anberaumten Verhandlungen sei erreicht worden, dass die Gehälter um 230 Euro monatlich rückwirkend zum 1. Januar 2026 für alle Beschäftigten angehoben werden.
Für die anstehenden Verhandlungen zu den Mantelregelungen sei eine Friedenspflicht bis 1. Januar 2027 vereinbart. Sollte bis dahin kein Ergebnis erreicht werden, könnte ver.di wieder zu Warnstreiks aufrufen. Das landeseigene Unternehmen Baden-Württembergische Spielbanken, das neben dem Casino Baden-Baden auch die Spielbank Stuttgart und das Casino Konstanz betreibt, hatte im September alle Tarifverträge gekündigt, darunter auch die betriebliche Gesundheitsförderung und den Altersvorsorgetarifvertrag. Am 30. Mai hatten die Spielbanken-Mitarbeiter an allen drei Standorten zum ersten Mal in der Geschichte der Landestochter in gestreikt. Der Streik war in Baden-Baden von Auseinandersetzungen mit Spielbanken-Geschäftsführer Tobias Wald begleitet worden, der von der gerufenen Polizei verwarnt werden musste. goodnews4.de berichtete.
Frank Hawel, ver.di Verhandlungsführer: «Das Ergebnis ist ein großer Erfolg und war nur möglich durch den ersten Warnstreik in der Geschichte der Landestochter. Die breite Streikbeteiligung aus allen Beschäftigtengruppen hat den Arbeitgeber letztlich zum Einlenken bewegt. Von dem Tarifergebnis profitieren vor allem die unteren Entgeltguppen, die von den wieder steigenden Preisen besonders betroffen sind.»
In den drei Spielbanken arbeiten nach Angaben von ver.di über 500 Beschäftigte.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.








