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Ungemütliches Wochenende für Ministerpräsidenten

Tausende Beleidigungen gegen Kretschmann – Heute Abend Facebook-Account geschlossen – Gestern in Berlin ohne Mundschutz erwischt

Tausende Beleidigungen gegen Kretschmann – Heute Abend Facebook-Account geschlossen – Gestern in Berlin ohne Mundschutz erwischt
Ministerpräsident Kretschmann entschuldigt sich per Video: „Das war ein Fehler und das tut mir leid.“

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
27.06.2020, 20:30 Uhr



Stuttgart Für Winfried Kretschmann war der Einstieg in dieses Wochenende alles andere alles friedlich. Heute Abend teilte das Staatsministerium mit, dass der Facebook-Account des Ministerpräsidenten kurzfristig geschlossen wurde nach Tausenden von Drohungen und Beleidigungen. Schon gestern Abend gab es Ärger.

Ziemlich viele Aufpasser sind derzeit in Sachen Corona-Regeln unterwegs und hatten gestern auch den Regierungschef im Visier. Auf dem Flughafen Tegel schoss eine Pforzheimerin ein Foto, auf dem Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine Packung «m&m’s» futterte und dazu die rechtlich vorgeschriebene Maske abgenommen hatte.

Wie ernst Kretschmann seine Vorbildfunktion nimmt zeigte, die schnelle Reaktion seines Beraterstabs, der dem Regierungschef gleich nach der Missetat ein Video verordnete, in dem sich Kretschmann entschuldigte: «Ich habe in der Wartehalle schnell ein paar Süßigkeiten gegessen und dabei meine Maske abgenommen. Das war ein Fehler und das tut mir leid. Bitte nehmen Sie das nicht als Vorbild.»

Noch unerfreulicher verlief der heutige Samstag für Winfried Kretschmann. Nach Drohungen und Beleidigungen zog das Staatsministerium den Facebook-Account des Ministerpräsidenten aus dem Verkehr. Von tausenden «Corona-Rebellen und Verschwörungsideologen» sei der Regierungschef angegriffen worden, teilte das Staatsministeriums heute Abend mit. Die Facebookseite des Regierungschefs geriet so außer Kontrolle.

«Im Sekundentakt posteten die Nutzerinnen und Nutzer zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte. Ein normaler Betrieb der Seite war daher nicht mehr möglich. An einer sachlichen Diskussion war keiner der Störer interessiert. Ein normaler zivilisierter Austausch war nicht möglich. Berechtigte Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu den Corona-Maßnahmen der Landesregierung gingen in dem massiven Angriff unter.», heißt es in der Erklärung des Staatsministeriums weiter. Insgesamt seien in 20 Stunden weit über 4.000 Kommentare der Störer eingegangen.


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