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Kritik nach Demo-Teilnahme

Weiter Turbulenzen um Baden-Badener Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker – "Rücknahme" Presseerklärung – JU-Sprecher Kilian Heid: "Teil des Kreisvorstands distanziert sich nach wie vor vom Verhalten unseres MdB Kai Whittaker"

Weiter Turbulenzen um Baden-Badener Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker – "Rücknahme" Presseerklärung – JU-Sprecher Kilian Heid: "Teil des Kreisvorstands distanziert sich nach wie vor vom Verhalten unseres MdB Kai Whittaker"
Kai Whittaker, CDU, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rastatt, zu dem auch Baden-Baden gehört. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Bericht von Christian Frietsch
09.06.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Zu den Vorwürfen der Jungen Union, er habe bei der Demonstration #BlackLivesMatter in Berlin gegen die gültige Corona-Verordnung verstoßen, äußerte sich der Baden-Badener Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker auf eine am Montagvormittag schriftlich gestellte goodnews4-Anfrage nicht. goodnews4.de berichtete. Anders der Kreisvorstand der Jungen Union Rastatt.

Auf Anfrage von goodnews4.de erklärte JU-Sprecher Kilian Heid, dass «ein Teil des Kreisvorstands sich nach wie vor vom Verhalten unseres MdB Kai Whittaker, die Abstandsregeln auf der Antirassismus-Demonstration in Berlin nicht eingehalten zu haben» distanziere.

Jedoch lehne der Vorstand «geschlossen und mit aller Entschiedenheit die übrigen Aussagen aus der Pressemitteilung ab». In einer Erklärung von gestern 15.25 Uhr hatte die Junge Union die «Rücknahme» der Presseerklärung vom vergangenen Sonntag bekanntgegeben. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Jungen Union Rastatt nicht mehr veröffentlicht. goodnews4.de veröffentlichte die Erklärung im Wortlaut und ist hier weiterhin zu lesen. In dieser Erklärung hatten die Jungen Christdemokraten dem Bundestagsabgeordneten die «Eignung» für dieses Amt abgesprochen und ihn aufgefordert, bei der bevorstehenden Bundestagswahl nicht mehr zu kandidieren. «Der Vorstand lehnt geschlossen und mit aller Entschiedenheit die übrigen Aussagen aus der Pressemitteilung ab», erklärte Kilian Heid hinsichtlich der in der Presseerklärung geforderten Konsequenzen für Kai Whittaker.

Zu der Presseerklärung vom Sonntag sagte der Rastatter JU-Sprecher: «Die Pressemitteilung von Sonntag, dem 07. Juni 2020, wurde, nach derzeitigen Informationen, von Herrn Thorsten Trey eigenmächtig und ohne das Wissen des Vorstandes an die Presse versendet.» Zu seinem Fehlverhalten erklärte sich Kai Whittaker bisher nach Recherchen von goodnews4.de auf Instagram, einem Network, das nach letzten Erhebungen von 13 Prozent der Bevölkerung genutzt wird. Eine uneingeschränkte Loyalitätserklärung des gesamten Vorstands konnte Kilian Heid für den Baden-Badener Bundestagsabgeordneten nicht abgeben: «Der Vorstand der Junge Union im Kreisverband Rastatt steht mehrheitlich, wenngleich nicht geschlossen, hinter Kai Whittaker.»


Die schriftliche goodnews4-Anfrage und Antwort von Kilian Heid, Presse- und Internetreferent JU Kreisverband Rastatt

goodnews4: Ist der Vorwurf an Kai Whittaker, sich bei der Demonstration nicht an die Corona-Regeln gehalten zu haben, jetzt auch vom Tisch?

Kilian Heid: Ein Teil des Kreisvorstands distanziert sich nach wie vor vom Verhalten unseres MdB Kai Whittaker, die Abstandsregeln auf der Antirassismus-Demonstration in Berlin nicht eingehalten zu haben. Jedoch lehnt der Vorstand geschlossen und mit aller Entschiedenheit die übrigen Aussagen aus der Pressemitteilung ab.

goodnews4: Hat Herr Trey die Pressemitteilung vom Sonntag, 07. Juni 2020, eigenmächtig veröffentlicht?

Kilian Heid: Die Pressemitteilung von Sonntag, dem 07. Juni 2020, wurde, nach derzeitigen Informationen, von Herrn Thorsten Trey eigenmächtig und ohne das Wissen des Vorstandes an die Presse versendet.

goodnews4: Wer darf eine Pressemitteilung im Namen der Jungen Union Kreisverband Rastatt veröffentlichen?

Kilian Heid: Die Aufgabe und Erlaubnis eine Pressemitteilung zu veröffentlichen obliegt dem Presse- und Internetreferent, in diesem Falle meiner Person, oder dem Kreisvorsitzenden.

goodnews4: Steht der Junge Union Kreisverband Rastatt geschlossen hinter Herrn Whitaker?

Kilian Heid: Der Vorstand der Junge Union im Kreisverband Rastatt steht mehrheitlich, wenngleich nicht geschlossen, hinter Kai Whittaker.


Die Pressemitteilung der Jungen Union Kreisverband Rastatt im Wortlaut:

Rücknahme der Pressemitteilung vom 07.06.2020 Junge Union im Kreisverband Rastatt distanziert sich geschlossen von eigener Facebook-Mitteilung

Die jungen Christdemokraten stellen klar, dass sie mehrheitlich hinter der erneuten Kandidatur des Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker stehen. «Bei der gestrigen Pressemitteilung haben wir uns von einer einzelnen Person instrumentalisieren lassen, ihre persönliche Meinung, die sonst von keiner anderen Person geteilt wird, kundzutun», der Kreisvorsitzende Elias Heid führt weiter aus: «Dies war ein großer Fehler, für den wir uns entschuldigen.» Die Nachwuchspolitiker befinden sich nun auf Distanz zu ihren Ehrenvorsitzenden Thorsten Trey, der die Reichweite der Junge Union für seine persönliche Befindlichkeiten benutzt hat.

In der gelöschten Mitteilung wurde sachliche Kritik an einem Foto des Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker am 6. Juni 2020 geäußert. An diesem Tag nahm MdB Kai Whittaker an der #BlackLivesMatter Demonstration am Alexanderlatz in Berlin teil. Diese Bewegung unterstützt die Junge Union ausdrücklich. «Die Mitteilung wurde leider von einer einzelnen Person aus dem Vorstand für völlig überzogene und persönliche Kritik an Herrn Whittaker missbraucht. Dass dennoch die Veröffentlichung zugelassen wurde, konnte leider zunächst nicht verhindert werden.» so dass Vorstandsmitglied Robin Buchmüller.

Die Schriftführerin Veronika Niklaus war ebenfalls strikt gegen die Veröffentlichung. «Wir als Junge Union Kreisverband Rastatt, haben voreilig und sehr emotional agiert, als es zur internen Abstimmung über die Pressemitteilung kam. Aus diesen Gründen kam es zu dieser nicht fairen Pressemitteilung gegenüber Kai Whittaker. Wir möchten uns für dieses Fehlverhalten entschuldigen.» ergänzt der Finanzreferent Philipp Leonhardt. Dieser Aussage stimmen die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Marvin Garbocz und Jonas Keller ebenfalls zu.

«Wir entschuldigen uns aufrichtig diese emotionale und voreilige Pressemitteilung veröffentlicht zu haben.» So Elias Heid und schließt die Pressemitteilung mit den Worten ab: «Trotzdem sollt die Junge Union weiterhin der Stachel im Fleisch der CDU bleiben, allerdings mit sachlicher und intern mehrheitsfähiger Kritik.»


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