BW-Trend
AfD auch in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch – Sonntagsfrage: Mit 23 Prozent gleichauf mit der CDU – Özdemir-Bonus rettet die Grünen

Baden-Baden/Stuttgart, 15.10.2026, 12:55 Uhr, Bericht: Redaktion In einer durch die Rundfunkbeiträge mitfinanzierten sogenannten Sonntagsfrage von Infratest dimap im Auftrag von SWR, Stuttgarter Zeitung und Südwestpresse rückt die AfD der CDU nun auch in Baden-Württemberg auf den Pelz.
Wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, kämen die Grünen auf 30 Prozent und blieben damit fast auf dem Niveau ihres Landtagswahlergebnisses von 30,2 Prozent im März. Die CDU, Juniorpartner in der grün-schwarzen Koalition, rutscht laut Umfrage auf 23 Prozent ab. Bei der Landtagswahl im März 2026 war die Partei von Landeschef Manuel Hagel mit 29,7 Prozent noch knapp hinter den Grünen gelandet.
Die AfD steigt auf ein Allzeithoch im BW-Trend. Die Partei läge jetzt mit 23 Prozent gleichauf mit der CDU. Bei der Landtagswahl hatte die AfD schon 18,8 Prozent erreicht. «Die Partei wird in Baden-Württemberg als rechtsextremistischer Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet», fügt der SWR seiner Pressemelung zum Ergebnis er Sonntagsfrage hinzu. Die AfD plant den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen oder weitgehend zu reformieren.
Sollten sich die Umfrageergebnisse hin zu kommenden Bundestagswahlen stabilisieren, dürfte auch in Baden-Baden und im Bundestagswahlkreis 273 die Dominanz der CDU zu Ende gehen. In den guten Zeiten von Angela Merkel im Jahr 2013 holte die CDU im Wahlkreis 273 Rastatt, zu dem Baden-Baden gehört, 46,7 Prozent. Ziemlich genau der doppelte Wert wie die aktuelle Sonntagsfrage für Baden-Württemberg ausweist.
Die SPD kann sich gegenüber ihrem Landtagswahlergebnis von 5,5 Prozent verbessern und käme auf 7 Prozent. Die Linke, die im März noch den Einzug in den Landtag knapp verpasst hatte, würde jetzt mit 6 Prozent in den Landtag einziehen. Die FDP bleibt laut Umfrage mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Cem Özdemir bleibt der Garant für den Erfolg der Grünen und kann laut Umfrage sein Ansehen in der Bevölkerung seit dem Start der grün-schwarzen Regierung Mitte Mai ausbauen. Mit seiner Arbeit sind 58 Prozent der Wahlberechtigten in Baden-Württemberg zufrieden, das ist ein Plus von 7 Punkten im Vergleich zu den Werten vor der Landtagswahl im März, als er nur Grünen-Spitzenkandidat war. Ein knappes Drittel, 31 Prozent, äußert sich kritisch zu Özdemir. Mit der grün-schwarzen Regierung sind 51 Prozent zufrieden, 43 Prozent sehen sie kritisch. Das entspricht in etwa den Werten der Kretschmann-Regierung kurz vor der Wahl im März. Die Zufriedenheit mit einer Landesregierung liegt aktuell nur in Schleswig-Holstein und Hamburg höher.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







