Gegen Windkraftanlagen in Baden-Baden
Alle OB-Kandidaten auf der Seite der BI Windkraftfreies Grobbachtal – Gutachten stärkt die Position

Baden-Baden, 26.02.2022, Bericht: Redaktion Die Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal kann beruhigt dem Ausgang der Oberbürgermeisterwahlen im März in Baden-Baden entgegensehen.
Alle OB-Kandidatinnen und -Kandidaten seien «gegen eine Industrialisierung der Baden-Badener Wälder», heißt es in einer Erklärung der Bürgerinitiative, deren Position auch durch ein Gutachten gestärkt werde. Windenergieanlagen auf den Staatswaldflächen am Yberg seien laut Gutachten rechtswidrig.
Die Mitteilung der Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal vom 25. Februar 2022 im Wortlaut:
Alle acht Baden-Badener OB-Kandidaten lehnen eine Industrialisierung der Wälder um Baden-Baden mit Windenergieanlagen ab. «Das lässt hoffen und freut uns sehr. Wir werden unser künftiges Stadtoberhaupt daran messen, den Worten auch Taten folgen zu lassen und unsere natürliche Umwelt und Wälder tatsächlich umfassend vor industriellen Eingriffen zu schützen. Was die weiteren Antworten unserer Befragung angeht, gibt es lediglich erkennbare Unterschiede beim Schutz der Menschen vor den mittlerweile gigantisch hohen Windanlagen», so das Fazit der Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal.
Die grün-schwarze Landesregierung wie auch die Ampel-Koalition in Berlin will den europäischen Sonderweg des massiven Ausbaus der Windenergie unter anderem in den Wäldern vorantreiben, in Baden-Württemberg vor allem im Staatswald. «Dies erfüllt uns mit großer Sorge», so die Mitglieder der Bürgerinitiative. «Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit einem klagebefugten Umweltverband ein Rechtsgutachten für die bei Baden-Baden vorhandenen Staatswald-Flächen um die Yburg herum anfertigen lassen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Windkraftanlagen in dieser Umgebung rechtswidrig wären.» «Noch nie war der Schwarzwald so sehr in Gefahr wie durch die derzeitigen Pläne unserer Bundes- und Landesregierung», warnt Karl Maier von der BI Windkraftfreies Grobbachtal. «Leider haben die großen Naturschutzverbände und vor allem die Grünen bei der Diskussion um Windindustrieanlagen im Wald jegliches Maß verloren. Der über viele Jahre mühsam erkämpfte Natur- und Artenschutz droht völlig unter die Räder zu geraten. Im Gegensatz zur deutschen Debatte hat bei der internationalen Politik mittlerweile ein Umdenken eingesetzt, die EU fordert den Erhalt unserer Wälder und Schutzgebiete. Die EU-Biodiversitätsstrategie, zentrales Element des European Green Deal, sowie das Waldabkommen des Klimagipfels von Glasgow 2021, zu dem sich auch Deutschland verpflichtet hat, geben hier eindeutig die Richtung vor. Die Verantwortlichen in Bund und Land scheint das aber nicht zu interessieren.» «Der Gemeinderat der Stadt Baden-Baden hat im Sommer 2021 einen wegweisenden und guten Klimaaktionsplan verabschiedet, der vor allem unsere natürlichen Wälder schützt. Denn ein naturbelassener Wald ist der beste Klimaschützer überhaupt. Dazu kommt, dass eine intakte Landschafts- und Naturkulisse unerlässlich für den touristischen Erfolg Baden-Badens ist. Im Übrigen auch für den UNESCO-Welterbe-Titel, für die erstklassige Qualität unseres Quellwassers sowie für den Schutz vor Hochwasser und Überflutungen», erklärt Stephan Maier, Mitglied der Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal Baden-Baden. Mehr: www.windkraftfreiesgrobbachtal.de Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







