Tarifrund im öffentlichen Dienst der Länder
Am Mittwoch auch in Karlsruhe Streik – Staatstheater betroffen – Sieben Prozent mehr Gehalt gefordert
Stuttgart/Karlsruhe, 13.01.2026, Bericht: Redaktion Alle benötigen mehr Geld. Der Beamtenbund fordert ein Plus von 8 Prozent, mindestens aber 300 Euro Steigerung. Nun ruft auch ver.di Baden-Württemberg zu weiteren Warnstreiks auf.
Gestreikt werden soll am Mittwoch auch am Staatstheater in Karlsruhe. In der Tarif- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder fordert ver.di sieben Prozent mehr Gehalt im Monat, mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt rund 110.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194.000 indirekt betroffene Beamte. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die knapp eine Million Versorgungsempfänger.
Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: «Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Wir erwarten von den Arbeitgebern am Donnerstag ein klares Bekenntnis zu ihrem Personal. Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht den öffentlichen Dienst schwächen.»
Die nächsten Verhandlungsrunden sind am 15. und 16. Januar und am 11. nd 12. Februar.
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