Große Staufermedaille in Gold
Angela Merkel von Winfried Kretschmann ausgezeichnet – „Geschafft, Schaden vom Volk abzuwenden“

Stuttgart, 10.12.2025, Bericht: Redaktion Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeichnete gestern Angela Merkel im Neuen Schloss in Stuttgart mit der Großen Staufermedaille in Gold aus. «Für ihren herausragenden politischen Einsatz während der Coronapandemie», heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Staatsministerium von gestern.
«Heute möchte ich die außerordentlichen Leistungen von Bundeskanzlerin a. D. Dr. Angela Merkel in der Pandemie würdigen: ihre entschlossene, umsichtige und effektive Führung als Bundeskanzlerin in dieser Krise», wird Winfried Kretschmann zitiert. In seiner Laudatio blickte der Ministerpräsident auf den Beginn der Corona-Pandemie vor inzwischen über fünf Jahren zurück. Dabei zeichnete er das Bild von einem Virus, das «unser aller Leben radikal und für lange Zeit auf den Kopf gestellt hat». Fast 190.000 Menschen sind in Deutschland an oder mit Corona gestorben, Hunderttausende litten oder leiden bis heute an Long Covid. Durch das wirkungsvolle Handeln Merkels habe eine noch deutlich höhere Zahl verhindert werden können.
Der Ministerpräsident lobte Angela Merkels «stets klare und stringente Argumentation», wie es in der Mitteilung aus dem Staatsministerium heißt. Sie habe «als Naturwissenschaftlerin gedacht und intensiv abgewogen – und als politisch Verantwortliche in der Situation gehandelt. So hat sie es geschafft, Schaden vom Volk abzuwenden», betonte Winfried Kretschmann. Ministerpräsident Kretschmann unterstrich auch «die beachtliche Fähigkeit Merkels», durch Argumente und Überzeugungskraft die 16 Regierungschefinnen und -chefs der Ministerpräsidentenkonferenz mit ihren unterschiedlichen Interessen und Meinungen, mit Widerständen und Widersprüchen in dieser Zeit auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Sie habe damit ihre persönlichen Führungsqualitäten unter Beweis gestellt: «Es ist ihr immer gelungen, trotz fortschreitender Pandemie Herrin der Lage zu bleiben, Konflikte weitsichtig zu moderieren und Konsens herzustellen.» Der Ministerpräsident fasste das Handeln der ehemaligen Bundeskanzlerin als «besonnene Entscheidungsfreude» zusammen. Sie habe damit gezeigt, was Führung in der Demokratie bedeutet und erfordert. Die Mehrheit im Land habe ihr vertraut und Deutschland sei alles in allem besser durch die Krise gekommen als die meisten anderen Länder, betonte Kretschmann.
Auch Angela Merkel wird in der Mitteilung des Staatsministeriums zitiert: «Die Coronapandemie hat uns alle vor einzigartige Herausforderungen gestellt. Ich bin dankbar dafür, dass bis auf wenige Ausnahmen ein Konsens der politisch Verantwortlichen sowie vieler Bürgerinnen und Bürger bestand. Sie haben uns und mir ganz persönlich ihr Vertrauen geschenkt und sind unseren Weg mitgegangen. Nur durch unser gemeinsames Handeln konnten wir die in der Geschichte der Bundesrepublik bis dato nicht gekannten Herausforderungen bewältigen. Deshalb nehme ich diese besondere Auszeichnung auch stellvertretend für alle diejenigen an, die die Coronamaßnahmen mit uns getragen und umgesetzt haben.»
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