Gedenken an Novemberpogrome 1938
Antisemitismusbeauftragter Blume hält Zusage in Baden-Baden nicht ein – „ultimativ aufgefordert“

Baden-Baden, 11.11.2024, Bericht: Redaktion Auf die angekündigte Stellungnahme von Michael Blume zu den ungelösten Synagogenfragen in Baden-Baden wartete man gestern Abend im Baden-Badener Rathaus vergebens.
Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg erklärte, dass er sich auf die demokratischen Kräfte in Baden-Baden verlasse, «dass Sie gemeinsam den richtigen Weg finden werden», ließ er die gut 100 Gäste der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht wissen. Auf goodnews4-Anfrage hatte Blume angekündigt, dass er sich «selbstverständlich auch zur Synagogenfrage äußern» werde.
In seiner Rede gestern sprach Michael Blume davon, dass «von einem Internet-Magazin ultimativ aufgefordert» worden sei «ich soll von Ihnen fordern, an welcher Stelle die Synagoge aufgebaut werden soll». Sollte er damit die Anfrage von goodnews4.de gemeint haben ist dies falsch. von goodnews4.de hatte keine Forderung, sondern eine Frage an Michael Blume gestellt.
Hier die schriftliche goodnews4-Frage und die Antwort von Michael Blume im Wortlaut:
goodnews4: Nehmen Sie bei Ihrer Rede auch zu den die Synagogenfragen in Baden-Baden Stellung? Dazu gibt es zwei ungelöste Forderungen der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, IRG: 1. Rami Suliman fordert seit 2018 die «die Würde des Ortes wiederherzustellen» auf dem Grundstück der Alten Synagoge. Schließen Sie sich dieser Forderung an? Die 2. Stadtverwaltung Baden-Baden erklärte im Jahr 2018, dass in Baden-Baden kein Grundstück zum Bau einer neuen Synagoge gefunden worden sei. Die IRG hat ein Grundstück am Autobahnzubringer außerhalb der Innenstadt gekauft, wartet aber noch ab, ob in der Innenstadt ein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht. Was ist Ihre Position?
Michael Blume: Ja, in Absprache mit Rami Suliman werde ich mich in Baden-Baden selbstverständlich auch zur Synagogenfrage äußern.
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