OB-Wahl Baden-Baden am 8. März

„Baden-Baden soll Heimat für alle Generationen bleiben“ – Wischhusen-Pläne erinnern an die leeren Versprechen von Margret Mergen

„Baden-Baden soll Heimat für alle Generationen bleiben“ – Wischhusen-Pläne erinnern an die leeren Versprechen von Margret Mergen
OB-Kandidatin Lencke Wischhusen. Foto: Archiv

Baden-Baden, 24.02.2026, Bericht: Redaktion «Baden-Baden soll Heimat für alle Generationen bleiben», schreibt die Lencke Wischhusen in einer Pressemitteilung vom Sonntag. Was sie damit strukturell meint, erläutert die OB-Kandidatin nicht.

Die letzte Oberbürgermeisterin hatte ein ähnliches Versprechen abgelegt. In Zusammenhang mit dem SWR-Grundstück. Zu den versprochenen Wohnungen für junge Familien kam es aber nicht. Einer der Gründe für die Abwahl von Margret Mergen. Aus dem Grundstück wurde das größte Wohnungsbauprojekt der Innenstadt seit dem Zweiten Weltkrieg. Rund 380 Wohnungen fielen in die Hände von Spekulanten. Mitentschieden zugunsten des SWR-Profit-Projektes haben auch die Grünen, SPD und FDP. Die Forderungen des Paragrafen 1 des Baugesetzes wurden nicht erfüllt. Keine soziale Ausgewogenheit, keine Wohnungen für Normalverdiener, nicht eine Sozialwohnung.

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Für die Ziele der von CDU-Politikern präsentierten OB-Kandidatin gibt es in der Innenstadt keine nennenswerten Flächen mehr. Der Skandal um das SWR-Grundstück ist bis heute nicht aufgearbeitet. Ob es dort für die Wohnungsnot noch etwas zu retten gibt, steht nicht auf der Agenda der OB-Kandidatin.

 

Die Pressemitteilung von Lencke Wischhusen vom 22. Februar 2026 im Wortlaut:

Baden-Baden steht vor entscheidenden Jahren. Die Stadt verfügt über eine außergewöhnliche Lebensqualität, doch diese muss aktiv gesichert und weiterentwickelt werden. Lencke Wischhusen parteiunabhängige Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin, setzt sich für eine Stadtpolitik ein, die alle Generationen gleichermaßen im Blick behält.

«Baden-Baden darf nicht nur schön sein; es muss für die Menschen, die hier leben, auch im Alltag funktionieren», erklärt Wischhusen. Junge Menschen bräuchten bezahlbaren Wohnraum, Perspektiven für Ausbildung und Arbeit sowie attraktive Freizeitangebote. Familien seien auf verlässliche Kitas, Schulen und eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Ältere Menschen benötigten barrierefreie Wege, gute Mobilitätsangebote und einen einfachen, verständlichen Zugang zur Verwaltung.

Nach Ansicht von Wischhusen ist es entscheidend, die Stadt nicht einseitig weiterzuentwickeln. «Wir müssen Baden-Baden als Ganzes denken – mit Innenstadt und Stadt- und Ortsteilen, mit Tradition und Moderne, mit Blick auf heute und morgen.» Unterschiedliche Lebensentwürfe müssten nebeneinander Platz haben, ohne dass einzelne Gruppen abgehängt werden.

Dabei gehe es nicht um kurzfristige Einzelmaßnahmen, sondern um eine langfristige Strategie für Lebensqualität. «Eine Stadt ist dann erfolgreich, wenn Menschen hier gerne bleiben, Familien sich bewusst für Baden-Baden entscheiden und ältere Menschen selbstbestimmt leben können», so Wischhusen.

Ihr Ziel sei ein Baden-Baden, das Heimat bleibt, nicht nur für Gäste, sondern vor allem für die Bürgerinnen und Bürger aller Generationen.




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