Kommentar von Christian Frietsch
Baden-Badener Abgeordnete von CDU und Grünen in gemütlicher Social-Media-Blase – Kommentar von Christian Frietsch

Kommentar von Christian Frietsch
06.06.2024, 00:00 Uhr
Baden-Baden Gerade hatte der Baden-Badener CDU-Fraktionschef Ansgar Gernsbeck davon gesprochen, wie wichtig die Abgeordneten in Berlin und Stuttgart für die Interessen von Baden-Baden sind. Daran muss man Zweifel haben. Dies gilt für die Klinik-Diskussion, aber auch im aktuellen Fall für die Lage der Bäder.
Wie goodnews4.de erfahren konnte, geht das Finanzministerium in Stuttgart bei den staatlichen Bädern Caracalla, Friedrichsbad in Baden-Baden und Cassiopeia in Badenweiler von einem dreistelligen Millionenbetrag für Sanierungsmaßnahmen aus.
Warum kommunizieren die «Abgeordneten» dazu bisher nicht wie prekär die Lage in den Bädern ist? Zuständig sind für den Wahlkreis Baden-Baden/Bühl der grüne Abgeordnete Hans-Peter Behrens und Cornelia von Loga, CDU. Die Abgeordneten sind von den Wählern abgeordnet und zu Recht auch bezahlt, um die Interessen ihres Wahlkreises in Stuttgart und Berlin zu vertreten. Die zuständigen Landtagsabgeordneten bewegen sich auch beim Thema Bäder überwiegend in ihren Social-Media-Blasen. Die eigenen Parteigänger und das persönliche Umfeld bleiben in diesen Accounts unter sich. Das ist ein gemütliches, kritikloses Milieu, das aber zum öffentlichen Diskurs wenig beiträgt.
Für Baden-Baden steht einiges auf dem Spiel. Das gilt für die Klinik und nun auch für die Bäder. Mit der Zukunft der Bäder steht und fällt die Glaubwürdigkeit des Status des UNESCO-Welterbes. Die transparente Kommunikationspolitik des grünen Finanzministeriums gegenüber goodnews4.de ist zu loben. Die selbstgewählte Isolation von harmoniebedürftigen Abgeordneten von Grünen und CDU ist kein Beitrag zur viel beschworenen lebendigen Demokratie. Viele Fragen zur Lage der Baden-Badener Bäder müssen öffentlich gestellt werden. Wie konnte es zu einem Sanierungsstau in dreistelliger Millionenhöhe kommen? Was bedeutet es, wenn das Land über 20 Jahre hinaus keine Garantien geben kann? Warum sind zwei Drittel des Friedrichsbades ungenutzt? Welche Summe wird das Land in den kommenden Haushalt für die Bäder einstellen können? Ob die Mittel für Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Haushalt eingestellt werden können, ist offen, ist die Antwort auf goodnews4-Anfrage in Stuttgart.
Christian Frietsch ist Herausgeber von goodnews4.de. Über Post freut er sich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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