Reformprozess geplant

Baden-Badener Jugendhilfeausschuss empfiehlt „maßvolle Fortschreibung“ der Elternbeiträge – „Mit den Kita-Trägern abgestimmt“

Baden-Badener Jugendhilfeausschuss empfiehlt „maßvolle Fortschreibung“ der Elternbeiträge – „Mit den Kita-Trägern abgestimmt“
Der Gemeinderat muss der Planung am Montag noch zustimmen. Foto: Archiv

Baden-Baden, 27.06.2026, Bericht: Redaktion Mit der Entlastung der Eltern tut sich die Stadt schwer. Wenig Verständnis haben manche Eltern vor allem wegen der Prioritäten, die bei den Sparmaßnahmen gesetzt wurden.

Den hohen zweistelligen Gehaltserhöhungen für Klinik-Chef und Tourismus-Chefin stehen Kita-Gebühren gegenüber, die für viele kaum mehr bezahlbar sind. Auch die Kürzung der Taxifahrten für Behinderte passt nicht in das Gesamtbild eines gerechten Umgangs mit öffentlichen Mitteln. Nun empfiehlt der Jugendhilfeausschuss die «maßvolle Fortschreibung der Elternbeiträge» und legt die ursprünglichen Pläne einer Erhöhung zumindest vorläufig auf Eis. goodnews4.de berichtete bereits.

ZUM THEMA

“Schlechtes

Schlechtes Gewissen im Rathaus Baden-Baden – Geplante Kita-Gebührenerhöhung vorläufig auf Eis

Die Mitteilung aus dem Rathaus Baden-Baden vom 26. Juni 2026 im Wortlaut:

Die Entlastung von Familien ist ein zentrales Anliegen von Gemeinderat und Verwaltung. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und der weiterhin hohen finanziellen Belastung vieler Familien durch die Kinderbetreuung wollen Stadt und Verwaltung ein bewusstes Zeichen setzen und die vorhandenen Handlungsspielräume konsequent zugunsten der Familien nutzen.

 

Deshalb hat die Verwaltung dem Gemeinderat vorgeschlagen, die reguläre Fortschreibung der Elternbeiträge für das Kita-Jahr 2026/2027 auszusetzen. Konkret bedeutet dies: Für Kinder unter drei Jahren bleiben die Beiträge unverändert. Für Kinder über drei Jahren sowie in altersgemischten Gruppen ist lediglich eine moderate Erhöhung um 3 Prozent vorgesehen – statt der von den kommunalen Spitzenverbänden empfohlenen 4,5 Prozent. Dieses Vorgehen wurde im Vorfeld mit den Kita-Trägern abgestimmt.

Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, einstimmig empfohlen, diesem Vorschlag zu folgen. Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Sofern der Gemeinderat dem Vorschlag zustimmt, soll anschließend gemeinsam mit den Kita-Trägern ein Reformprozess beginnen. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres in einer Arbeitsgemeinschaft ein neues, sozial gerechteres Beitragsmodell zu entwickeln.




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.