Statistik
Baden-Württemberg verliert an Reiz – 305.700 Personen haben unser Bundesland verlassen

Stuttgart, 26.06.2026, Bericht: Redaktion Die Wirkungen der wirtschaftlichen Lage trifft Baden-Württemberg mit seinen Industrieunternehmen, wie Mercedes, Bosch und anderen, besonders spürbar.
Das zuwanderungsbedingte Bevölkerungswachstum lag 2025 nur noch bei 17.800 Personen, stellt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg fest. 305.700 Personen haben unser Bundesland verlassen.
Im Laufe des Jahres 2025 zogen insgesamt 323.500 Menschen nach Baden-Württemberg, während 305.700 Personen von dort fortzogen. Das zuwanderungsbedingte Bevölkerungswachstum fiel damit mit 17.800 nach Angaben des Statistischen Landesamtes deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Seit 2011 war lediglich im Jahr 2020, in dem das Wanderungsgeschehen stark durch die Coronapandemie beeinflusst war, mit 13.500 Menschen eine niedrigere Nettozuwanderung zu verzeichnen als 2025.
Besonders aus dem Ausland gibt es weniger Zuwanderung nach Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen EU-Staaten und der Schweiz. Im Jahr 2025 standen 212.200 Zuzügen aus dem Ausland 190.500 Fortzüge in das Ausland gegenüber. Im Vorjahr 2024 lag die Nettozuwanderung aus dem Ausland noch bei 40.500 Personen. Die per Saldo meisten Zuzüge im Jahr 2025 waren mit 13.600 aus der Ukraine zu verzeichnen. Daneben sind aus der Türkei, 3.900, und dem Kosovo, 3.800, sowie aus Indien, 3.600, Syrien, 2.100, und Afghanistan, 2.100, die meisten Menschen zugezogen. Mit den Staaten der Europäischen Union ergab sich hingegen eine insgesamt negative Wanderungsbilanz von minus 11.700. Die deutlichsten Wanderungsverluste waren im Jahr 2025 gegenüber der Schweiz, minus 6.900, Kroatien, minus 2.800, und Polen, minus 2.200, festzustellen.
Auch im Vergleich mit den übrigen Bundesländern zeigt sich in Baden-Württemberg weiterhin eine negative Wanderungsbilanz. Insgesamt ergab sich im Jahr 2025 durch 111.300 Zuzüge und 115.100 Fortzüge ein Wanderungsverlust von 3.800 Personen gegenüber den übrigen Bundesländern. Seit 2016 zogen in jedem Jahr mehr Menschen aus dem Südwesten in das übrige Bundesgebiet als umgekehrt, wobei es in den Jahren 2020 bis 2022 die deutlichsten Wanderungsverluste gegeben hatte. Im Jahr 2025 waren vor allem gegenüber Bayern, minus 2.700, Verluste zu verzeichnen, während es gegenüber Niedersachsen, plus 600, die größten Zugewinne gab.
Neben den insgesamt 629.200 Zu- und Fortzügen über die Landesgrenze Baden-Württembergs gab es im Jahr 2025 auch 476.300 Umzüge über die Gemeindegrenze innerhalb des Südwestens. Damit ist rechnerisch etwa eine von 24 Personen in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr in ein neues Zuhause in einer anderen Gemeinde des Landes gezogen.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







