Brut- und Setzzeit der Wildtiere
Badische Jäger bitten um Rücksicht – „Hunde an die Leine“ – „Rehe, Hasen und Wildschweine brauchen besonders jetzt Ruhe“

Baden-Baden, 09.04.2022, Bericht: Rathaus Die Brut- und Setzzeit der Wildtiere, die im April in Wäldern und auf Wiesen beginnt, nimmt die Organisation Badische Jäger zum Anlass, Hundebesitzer auf die besonderen Umstände hinzuweisen.
«Da sollte der Mensch nicht stören. Hunde gehören in den kommenden Wochen an die Leine», wird Kreisjägermeister Frank Schröder in der Mitteilung der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden zitiert.
Die Mitteilung der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden im Wortlaut:
Die sogenannte Setzzeit dauert vom 1. April bis zum 15. Juli. Es sind vor allem die Rehe, Wildschweine und Hasen, die in den kommenden Tagen möglichst nicht gestört werden sollten. Schon in diesen Tagen «setzen» die Rehgeißen bis zu drei Kitze auf unseren Wiesen, um sie vor Fressfeinden zu schützen. In den ersten Lebenstagen besucht die Mutter ihre weitgehend geruchlosen Jungen bei Tageslicht ausschließlich zum Säugen. «Die Ricken, wie das weibliche Rehwild auch genannt wird, halten sich die meiste Zeit etwas abseits von ihren Jungtieren auf, um aus der Ferne auf den Nachwuchs aufzupassen. Im Falle einer Bedrohung beispielsweise durch einen stöbernden Hund, versuchen die Rehe von den Kitzen abzulenken. Erst ab der vierten Lebenswoche können die Kitze mit ihrer Mutter laufen. Hunde sollten in den kommenden Wochen im Außenbereich an die Leine», bittet Kreisjägermeister Dr. Frank Schröder im Namen der Jägerschaft in Rastatt und Baden-Baden.
«Auch Bodenbrüter wie der Fasan oder das Rebhuhn profitieren von dieser Schutzmaßnahme. Wer ein Rehkitz auf einer Wiese findet, sollte es nicht berühren oder gar aufnehmen und beim Tierheim abgeben», bittet der Kreisjägermeister.
Am vergangenen Sonntag machten Jäger im Wald auf der Gemarkung Staufenberg eine schreckliche Entdeckung. Offensichtlich haben zwei wildernde Hunde eine Rehgeiß gehetzt und ihr derart schlimme Bissverletzungen zugefügt, dass das Tier von seinem Leiden erlöst werden musste. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.
Die Besitzer von Streuobstwiesen und Flächen im Außenbereich bitten die Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden um Kontaktaufnahme, sollten sie planen, ihre Flächen zu mähen oder zu mulchen. In den nächsten Wochen sollten sie möglichst darauf verzichten, stellen die Messer der Mähwerke doch eine tödliche Gefahr für die Kitze dar.
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