Brut- und Setzzeit beginnt
Badische Jäger bitten um Rücksicht – „Führen Sie Hunde in Wald und Feld an der Leine“ – Brut- und Setzzeit beginnt

Baden-Baden, 03.03.2026, Bericht: Redaktion «Badische Jäger bitten um besondere Achtsamkeit in Wald, Feld und Flur» heißt es in einer gestern verbreiteten Pressemeldung.
Mit den ersten warmen Tagen zieht es viele Menschen wieder nach draußen – zum Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder Gassigehen. Gleichzeitig beginnt für zahlreiche Wildtiere im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden die sensibelste Zeit des Jahres: die Brut- und Setzzeit. Von Frühjahr bis weit in den Sommer hinein bringen viele Tierarten ihren Nachwuchs zur Welt und ziehen ihn auf, klären die Jäger auf .«Gerade in den ersten Lebenswochen sind Jungtiere vollkommen auf Ruhe und Tarnung angewiesen», erklärt Frank Schröder, Kreisjägermeister und Vorsitzender der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden. «Oft reicht schon ein freilaufender Hund oder ein Schritt ins hohe Gras, um den Nachwuchs in große Gefahr zu bringen.»
Die weitere Pressemitteilung der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden vom 2. März 2026 im Wortlaut:
Bereits ab Februar kommen die ersten Junghasen zur Welt. Während die Mutter blitzschnell fliehen kann, bleibt den Jungtieren nur eine Überlebensstrategie: Sie drücken sich regungslos in kleine Mulden – sogenannte Sassen – auf Äckern und Wiesen. Dank ihres braunen Fells sind sie nahezu unsichtbar. «Wer einen vermeintlich verlassenen Junghasen entdeckt, sollte ihn auf keinen Fall anfassen», betont Schröder. «Die Mutter ist meist in der Nähe und kehrt zurück. Menschlicher Geruch oder unnötige Störung gefährden das Tier.»
Frischlinge: Schutz durch die Bache
Auch bei den Wildschweinen hat die Setzzeit begonnen. Die Bache baut für ihre Frischlinge einen sogenannten Wurfkessel – ein Nest aus Laub, Gras und Ästen. Die gelblich-braun gestreiften Jungtiere sind hervorragend getarnt. Bei Gefahr verteidigt die Bache ihren Nachwuchs energisch. Begegnungen mit freilaufenden Hunden oder unachtsamen Spaziergängern können daher auch für Menschen riskant werden. «Leinen Sie Ihren Hund an – nicht nur zum Schutz des Wildes, sondern auch aus Eigenschutz», so Schröder.
Bodenbrüter wie der Kiebitz besonders gefährdet
In den offenen Feldfluren und Feuchtwiesen der Region beginnen nun auch Bodenbrüter wie der Kiebitz mit der Eiablage. Ihre perfekt getarnten Eier liegen in flachen Mulden auf dem Boden und sind kaum zu erkennen. «Gerade seltene Arten wie der Kiebitz reagieren extrem sensibel auf Störungen. Jeder Verlust wiegt schwer», erklärt Schröder. Viele Störungen entstehen unbeabsichtigt. Doch mit einfachen Maßnahmen lässt sich viel bewirken:
Bitte nehmen Sie Rücksicht:
Bleiben Sie auf den Wegen – zu Fuß wie mit dem Fahrrad
Führen Sie Hunde in Wald und Feld an der Leine
Fassen Sie Jungtiere nicht an
Ziehen Sie sich ruhig zurück, wenn Sie Nachwuchs entdecken.
«Tierschutz beginnt mit Achtsamkeit», fasst Kreisjägermeister Frank Schröder zusammen. «Die Natur braucht jetzt vor allem eines: Ruhe.»
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