Neuregelung geplant

Badische Jäger Rastatt Baden-Baden begrüßen Entscheidung – Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf

Badische Jäger Rastatt Baden-Baden begrüßen Entscheidung – Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf
Foto: Archiv

Baden-Baden/Rastatt, 27.09.2024, Bericht: Redaktion Die Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden begrüßen die Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf. Die sei ein «erster Schritt der Normalisierung auf einem sicher noch steinigen Weg», wird Kreisjägermeister Frank Schröder in einer Mitteilung der Jäger zitiert.

Die weitere Mitteilung der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden vom 26. September 2024 im Wortlaut:

«Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Wölfen führte daran kein Weg vorbei», so Frank Schröder, der als Vorsitzender des Kreisverbandes der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden rund 750 Jäger in der Region vertritt.

Die EU-Botschafter haben an diesem Mittwoch nach jahrelangem Ringen mit deutlicher Mehrheit für den Wechsel des Wolfes vom Status «streng geschützt» zu «geschützt» gestimmt. Zuletzt hatte auch Deutschland den Widerstand unter dem Eindruck wachsender Verluste von Weidetieren aufgegeben. Die Mehrheit der EU-Länder will einen schnelleren Abschuss der Raubtiere ermöglichen. «Wir erwarten, dass die Herausnahme von Problemwölfen nun bald möglich wird.» Bislang benötigte man für jeden einzelnen Problemwolf eine Abschussgenehmigung. Künftig können «Entnahmen», also die Tötung von Wölfen, Teil des «Bestandsmanagements» sein.

 

Die Rückkehr des Wolfs nach Mitteleuropa und die schnell anwachsende Population hat Konflikte entstehen lassen, insbesondere in der Weidewirtschaft und der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Zuletzt häuften sich Berichte über Risse von Weidetieren, die Landwirte und Tierhalter zunehmend belasten. Die Herabstufung des Schutzstatus gibt den Mitgliedstaaten die notwendige Flexibilität, Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte zwischen Mensch und Wolf besser zu managen.

«Wir begrüßen diesen Schritt als längst überfällige Anpassung an die aktuelle Realität», so Dr. Frank Schröder. «Die strenge Regulierung des Wolfs hat zu einer Situation geführt, in der das Raubtier in manchen Regionen zunehmend zu einem Problem wird. Es ist daher an der Zeit, den Wolf wie jede andere Tierart auch nachhaltig zu bewirtschaften und für ein gesundes Gleichgewicht zu sorgen. Ziel muss sein, dass der Wolf in das Wildtiermanagement aufgenommen wird.»




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