Spendenübergabe
Besonders wertvolle Einrichtung in Ebersteinburg – 25 Jahre Hospiz Kafarnaum

Baden-Baden, 26.03.2026, Bericht: Redaktion Der Förderverein des Hospiz Kafarnaum überreichte bei seiner Jahresversammlung erneut 150.000 Euro und lädt für den 18. April zur Jubiläumsfeier mit Tag der offenen Tür ein. Dies gab das Klinikum Mittelbaden gestern bekannt.
Das Hospiz im Baden-Badener Ortsteil Ebersteinburg ist eine wertvolle Einrichtung, die sich auch durch Spenden finanziert. Durch Krankenkassen und Pflegeversicherung werden nach einem gesetzlich festgelegten Satz 95 Prozent der Hospizkosten finanziert, die restlichen fünf Prozent müssen durch Spenden und ehrenamtliches Engagement gedeckt werden. Um die gesetzlich festgeschriebene Deckungslücke von circa 100.000 bis 150.000 Euro auszugleichen, wurde im Jahr 2011 der gemeinnützige Förderverein des Hospizes gegründet, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Die Mitteilung der Klinikum Mittelbaden gGmbH vom 25. März 2026 im Wortlaut:
Der Förderverein des Hospizes überreicht bei seiner Jahresversammlung erneut 150.000 Euro und lädt für den 18. April zur Jubiläumsfeier mit Tag der offenen Tür ein.
Seit April 2001 schließt der Förderverein des Hospizes eine wichtige Lücke. Gegründet von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Baden-Baden, sorgt er dafür, dass die Einrichtung finanziell auf soliden Beinen steht. Da Kassen und Versicherungen die Kosten nicht voll decken, übernimmt der Verein den gesetzlich festgeschriebenen Eigenanteil von jährlich bis zu 150.000 Euro. Doch nicht nur das: «Wir finanzieren zusätzliche Angebote, die den Aufenthalt für unsere Gäste schöner machen und das Team entlasten. Gemeinsam sichern wir diesen wertvollen Ort für unsere Region», betonte Bernhard Hermann, Vorsitzender des Fördervereins, der in der Jahresversammlung am Dienstagabend, 24. März, zugleich auf ein ereignisreiches Jahr zurückblickte.
«Diese Spende ist ein starkes Zeichen der Solidarität und ermöglicht es uns, wichtige Projekte umzusetzen, die über die reguläre Finanzierung hinausgehen», bedankte sich Carolin Kratzer, kaufmännische Leiterin des Hospizes. «Die Arbeit im Hospiz lebt von der Gemeinschaft. Der Förderverein trägt maßgeblich dazu bei, dass wir unseren Gästen eine würdevolle und zugleich individuelle Begleitung ermöglichen können», so Kratzer. «Gerade in der Hospizarbeit, die von Menschlichkeit und Würde geprägt ist, ist diese Unterstützung von unschätzbarem Wert», ergänzte die pflegerische Leiterin des Hospizes, Filomena Strolz.
Ein zentraler Aspekt der Förderung bleibt die Deckung der gesetzlich vorgesehenen Finanzierungslücke, die Hospize eigenständig aufbringen müssen. Darüber hinaus konnten im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte realisiert werden. Dazu zählen unter anderem ein Projekt der Künstlerin Verena Könekamp zur Ausgestaltung des «Raums der Stille», die Neugestaltung des Flurs mit ausgewählten Sinnsprüchen von Mitarbeitenden und Seelsorgenden, neue Gestaltungselemente im Pavillon sowie umfassende Malerarbeiten in den Gästezimmern und Fluren. Claudia Unterthiner, stellvertretende pflegerische Leitung, unterstrich die Wirkung dieser Maßnahmen: «Die Veränderungen tragen spürbar zu einer warmen und geborgenen Atmosphäre bei. Sie kommen direkt unseren Gästen und ihren Angehörigen zugute.»
Mit Blick auf das kommende Jahr stehen bereits weitere Vorhaben fest: Geplant sind der Umbau und Ausbau neuer Umkleiden für Mitarbeitende, die Schaffung zusätzlicher Lagerräume, die Renovierung der Büroräume sowie die Einführung einer digitalen Patientenakte. «Diese Entwicklungen sind entscheidend, um sowohl die Arbeitsbedingungen für unser Team zu verbessern als auch die Qualität der Versorgung weiter zu stärken», so Carolin Kratzer.
Neben den baulichen und strukturellen Projekten wurde auch auf die vielfältigen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurückgeblickt: Dazu gehörten eine Veranstaltung mit Dr. Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung, ein Abend der Baden-Badener Schauspieler Cornelia Bitsch und Bert Wesselmann mit dem Titel «Love Letters», ein Abend mit SWR-Comedian Andreas Müller sowie ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt mit selbstgebackenen Lebkuchen der Hospiz-Wunschköche Christiane Stangier und Ioan Ratiu.
Auch personell gab es Veränderungen im Förderverein: Im Mai 2025 hat Carolin Kratzer das Amt der Schriftführerin von Birgit Schäfer übernommen, die dem Vorstand weiterhin als Beisitzerin erhalten bleibt. Sämtliche Vorstandsmitglieder stellten sich erneut zur Wahl und wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Abschließend richtete Vorsitzender Bernhard Hermann den Blick auf das nahende Jubiläum: «25 Jahre Förderverein bedeuten 25 Jahre gelebte Mitmenschlichkeit. Das möchten wir gemeinsam mit allen feiern, die unsere Arbeit unterstützen oder kennenlernen möchten.»
Hier geht es zum Programm für den Tag der offenen Tür: https://www.klinikum-mittelbaden.de/veranstaltung/25-jahre-foerderverein-hospiz-kafarnaum-tag-der-offenen-tuer/
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