Proteste eskalieren weiter
Besuch von Strasbourg keine gute Idee – Ausschreitungen immer gewalttätiger

Strasbourg, 18.10.2026, 01:55 Uhr, Bericht: Redaktion In Straßburg waren am Samstag hunderte Polizisten im Einsatz. Zerstörungen von dutzenden Geschäften und öffentlichen Einrichtungen konnten die Sicherheitskräfte nicht verhindern. Autos gingen in Flammn auf, Polizeiautos wurden schwer beschädigt.
Wie viele Verletzte es gab, ist noch unklar. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris wurden Tränengas und Schlagstöcke gegen Protestierende eingesetzt. Kaum ein Platz in der Innenstadt von Strasbourg wurde verschont. Die meisten Geschäft hatten geschlossen. Noch ist das Ausmaß der Folgen der Proteste in Strasbourg nicht bilanziert. Schaufenster wurden eingeschlagen und Geschäfte ausgeraubt.
Zu Protesten sind in vielen Teilen Frankreichs zehntausende Teilnehmer zusammengekommen. Die Proteste hatten zunächst in den Schulen begonnen und richteten sich gegen Lehrermangel und heruntergekommene Schulgebäude. Inzwischen beteiligen sich andere Teile der Bevölkerung an den Protesten. Wie von den Behörden befürchtet, kam es vielerorts zu Ausschreitungen und Gewalt. Bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen. In Paris, Lyon und Strasbourg gingen Beamte mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Protestierende vor, wie das Innenministerium mitteilte. Fast alle französischen Großstädte waren betroffen, neben den Schülern beteiligten sich auch viele Menschen, die gegen die hohen Kraftstoffpreise und Lebenshaltungskosten insgesamt protestierten. Rund hundert Demonstranten attackierten in Paris den Sitz des Senders CNews, der zum Konzern des rechtsgerichteten Milliardärs Vincent Bolloré gehört. Rund 20 Angreifer wurden nach Angaben der Behörden festgenommen. Opfer von Angriffen wurde auch das Gebäude des Senders Europe 1. Viele Demonstranten waren schwarz gekleidet und maskiert, dutzende Demonstranten wurden festgenommen, weil sie Waffen mit sich führten. In Lyon steckten gewalttätige Protestierende das Tourismusbüro an, das in Flammen aufging.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







