Wolf soll ins Jagdrecht
Der Wolf kommt zurück nach Baden-Baden – Kreisjägermeister Frank Schröder: „Praxistaugliches Wildtiermanagement in unserer Region“

Baden-Baden, 19.12.2025, Bericht: Redaktion «Die Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden begrüßen den Vorstoß des baden-württembergischen Landwirtschaftsministers Peter Hauk, den Wolf in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz, JWMG, aufzunehmen, heißt es in einer Mitteilung der Jäger in Baden-Baden und Rastatt.
Damit folge das Land Baden-Württemberg einer langjährigen Forderung der Jägerschaft nach klaren, praktikablen und fachlich fundierten Rahmenbedingungen im Umgang mit großen Beutegreifern. «Dass der Wolf nun Teil des JWMG wird, ist ein starkes Signal – auch für unsere Region zwischen Schwarzwald und Rheinebene. Eine Region, in der seit Jahren Wölfe leben. Wir brauchen klare Zuständigkeiten und verlässliche Werkzeuge, um ein konfliktarmes Miteinander von Mensch, Nutztierhaltung und Wildtier zu ermöglichen», erklärt Frank Schröder, Vorsitzender der Badischen Jäger und Kreisjägermeister.
Seit Jahren würden die Badischen Jäger darauf hinweisen, dass wildlebende Arten, die reguliert, überwacht oder in ihrem Bestand betreut werden sollen, unter das JWMG fallen müssten. Dies gelte nicht nur für den Wolf, sondern auch für andere Arten. Gerade in Regionen, in denen Landwirtschaft, Tourismus, dichte Siedlungsräume und Naturschutz eng miteinander verflochten sind, sei ein klar strukturiertes Management entscheidend.
«Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz bietet einen umfangreichen Werkzeugkasten, mit dem wir flexibel und fachlich sauber auf neue Herausforderungen reagieren können», betont Frank Schröder. «Entscheidend ist, dass dieser Werkzeugkasten genutzt wird – faktenbasiert, unideologisch und im Interesse aller Beteiligten.»
«Wir begrüßen diesen Schritt. Zehn Jahre JWMG haben gezeigt, dass das Gesetz praxistaugliche Lösungen bietet, wenn es konsequent angewendet wird. Die nun erfolgte Entscheidung ist ein wichtiges Signal für ein modernes, wissenschaftlich basiertes Wildtiermanagement im gesamten Land. Für unsere Region ist es eine gute Nachricht, dass wir damit mehr Rechtssicherheit und weniger Bürokratie erhalten», so Frank Schröder. «Das hilft den Jagdausübungsberechtigten, den Landwirten und letztlich auch dem Wolf selbst.»
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