Mit Impfung schützen

Es wird wärmer und die Zecken sind zurück – Auch Baden-Baden Risikogebiet – Erste FSME-Erkrankungen in Baden-Württemberg

Es wird wärmer und die Zecken sind zurück – Auch Baden-Baden Risikogebiet – Erste FSME-Erkrankungen in Baden-Württemberg

Baden-Baden/Stuttgart, 05.03.2025, Bericht: Redaktion Aufgrund des milden Winters hat die Zeckensaison in diesem Jahr bereits im Januar begonnen. Dies bestätigen erste Meldungen von Meningoenzephalitis-Erkrankungen, FSME, des Robert-Koch-Instituts, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilt.

Erste Meldungen in Baden-Württemberg gebe es aus dem Landkreis Böblingen und dem Stadtkreis Heidelberg. Der milde Winter begünstige die Verbreitung und sorge dafür, dass Zecken bereits vor dem Frühjahr und Sommer aktiv seien. Bereits ab Temperaturen von sieben Graderwachen die Zecken aus ihrer Winterstarre. Am liebsten mögen Zecken Temperaturen zwischen 14 und 23 Grad Celsius und Luftfeuchtigkeit um die 90 Prozent, weshalb sie besonders im Frühjahr vor Beginn der trockenen Sommerhitze aktiv sind. Zecken halten sich überall auf, wo es Pflanzen gibt, also auch in Garten und Parks.

In Baden-Württemberg sind alle Stadt- und Landkreise außer dem Stadtkreis Heilbronn FSME-Risikogebiete. «FSME ist eine Viruserkrankung, für die es keine Therapiemöglichkeiten gibt. Der beste Schutz gegen eine FSME-Infektion ist die Impfung. Deshalb sollten Ungeimpfte mit der Impfung beginnen. Bereits ab zwei Impfungen besteht ein Schutz. Spätestens nach einem Jahr sollte mit der dritten Impfung der Schutz vervollständigt werden», warb Gesundheitsminister Manne Lucha gestern in Stuttgart für die Schutzimpfung. Nach einem Zeckenstich in Risikogebieten liege die Wahrscheinlichkeit einer FSME-Infektion bei einer Person von 50 Personen bis zu einer Person von 100 Personen.

 

In Deutschland übertragen Zecken neben FSME auch die Lyme-Borreliose. Eine größer werdende Rötung um die Einstichstelle ist oft ein erstes Symptom der Borreliose. Nerven, Gelenke und Herz können von den Bakterien befallen werden. Allerdings verlaufen die meisten Infektionen ohne Symptome.

Der beste Schutz vor einer FSME-Infektion ist die Impfung. Die Ständige Impfkommission, STIKO, empfiehlt die Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind. Da für einen kompletten Impfschutz drei Impfungen erforderlich sind, sollte man sich rechtzeitig, am besten bereits mehrere Monate vor Beginn der nächsten Zeckensaison, impfen lassen. Ein gewisser Schutz ist auch nach der ersten und zweiten Impfung bereits vorhanden. Entsprechend der Aktivität der übertragenden Zecken werden FSME-Erkrankungen hauptsächlich vom Frühjahr bis in den Spätherbst übermittelt. Die Anzahl übermittelter FSME-Erkrankungen unterliegt seit Einführung der Meldepflicht stärkeren Schwankungen. Die Gründe hierfür liegen an klimatischen und ökologischen Faktoren, die die Aktivität der Zecken, aber auch die Populationsgrößen der Wirtstiere, wie Mäuse und Niederwild, beeinflussen. Des Weiteren werden die Meldezahlen durch Freizeitaktivitäten der Menschen und den Impfstatus beeinflusst. Auch die Entscheidung der Ärzte, in welchen Fällen eine Untersuchung des Blutes auf FSME veranlasst wird, hat Auswirkungen auf die Anzahl der gesicherten Diagnosen.

Weitere Informationen beim Robert-Koch-Institut und dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg:

RKI - Infektionskrankheiten

Epidemiologisches Bulletin 9/2025

RKI - Themen - Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: Aktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg (InfektNews)




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