300.000 Euro Förderprogramm
Frauen und Kindern aus der Ukraine von sexueller Gewalt bedroht – Geld der Landesregierung für mobile Teams
Stuttgart, 31.03.2022, Bericht: Redaktion Um zu verhindern, dass aus der Ukraine geflüchtete Frauen und Kinder Opfer von sexuellen Übergriffen, Ausbeutung oder gar Menschenhandel werden, sollen in Baden-Württemberg mehr mobile Beratungsteams zum Einsatz kommen. Dies teilte das Sozialministerium Baden-Württemberg gestern mit.
300.000 Euro will die Landesregierung dafür kurzfristig mit einem Förderprogramm rund für die Fachberatungsstellen zur Verfügung stellen.
«Es ist leider bittere Realität, dass die Unsicherheit von ankommenden Frauen und ihrer Kinder von manchen schamlos ausgenutzt wird», wird Staatssekretärin Ute Leidig in der Erklärung des Ministeriums zitiert. «Wir müssen deshalb alles dafür tun, dass keine Frau und kein Kind nach der Flucht auch noch Opfer von sexueller Gewalt und Übergriffen wird. Aus diesem Grund reagieren wir schnell und weiten die Angebote der Fachberatungsstellen noch einmal deutlich aus. Mobile Teams sollen unter anderem an Bahnhöfen, in Erstaufnahmeeinrichtungen oder anderen Unterkünften für Geflüchtete im Einsatz sein.»
Die Landesregierung fördert unter anderem mobile Teams der Fachberatungsstellen, die flexibel und schnell reagieren können. So soll die Beratung für geflüchtete Frauen durch bereits etablierte Strukturen sowie Haupt- und Ehrenamtliche in den Schutzunterkünften abgedeckt werden. Ziel sei eine deutliche Verbesserung der ambulanten Versorgung von gewaltbetroffenen geflüchteten Frauen, Mädchen und Jungen in Baden-Württemberg.
Anträge können ab dem 1. bis zum 15. April 2022 eingereicht werden, sodass die jeweiligen Projekte bereits am 1. Mai 2022 an den Start gehen können. Die Unterlagen sollen ab Freitag auf der Website des Ministeriums zu finden sein.
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