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Schüler für besseren Klimaschutz

Fridays for Future in Baden-Baden angekommen – Demonstration am Freitag um 14 Uhr – Jonathan Hirth: "Vor dem Rizzi erst mal eine Kundgebung"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Jonathan Hirth

Baden-Baden, 09.04.2019, 23:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Längst ist die von der Schwedin Greta Thunberg begründete Schüler-Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future bestens international organisiert und die Planungen für Streiktermine sind gut vorbereitet. Nun ist die Bewegung auch in Baden-Baden angekommen. Im goodnews4-VIDEO-Interview berichtet der Baden-Badener Fridays-for-Future-Initiator Jonathan Hirth über die aktuellen Aktivitäten in Baden-Baden.

«Am Freitag planen wir hier vor dem Rizzi erstmal eine Kundgebung mit verschiedenen Rednern.» Anschließend wollen die Demonstranten über den Leopoldsplatz und die Sophienstraße Richtung Willy-Brandt-Platz ziehen, «das ist der Platz vor der Caracalla Therme», gibt Jonathan Hirth einen Orientierungshinweis. An seiner Seite weiß er auch eine Reihe anderer Schüler und er nennt MLG-Mitschüler Benjamin Schuster und Thomas vom Pädagogium, dessen Nachname er gerade nicht parat hatte, was für die Sache wohl auch nicht so wichtig ist.

Für die weiteren Maßnahmen und das dafür notwendige Engagement in der näheren Zukunft muss Jonathan Hirth eine Einschränkung machen: «Ich und viele anderen der Organisatoren machen jetzt erstmal Abi nach der Demonstration.» Die Hoffnung richtet sich auf die jüngeren Schüler, die durch die erste Demonstration dazu bewegt werden sollen, «sich auch für das Thema zu engagieren». Und der Baden-Badener Fridays-for-Future-Initiator weiß, dass seine Zeit als Schüler nicht mehr so lange währt und, «dass wir dann quasi die Organisation an die jüngeren Klassen weitergeben». Fridays for Future müsse regelmäßig stattfinden, «damit es auch wirklich einen Effekt haben kann auf die Politiker», hofft Jonathan Hirth auf eine Nachhaltigkeit für den Startschuss, den er mit seinen Mitstreitern gegeben hat.

Eines wollen die Baden-Badener Fridays-for-Future-Demonstranten anders machen als ihre Kollegen in anderen Städten und Ländern. Es soll am Freitag eine Demo werden ohne Schuleschwänzen: «Wir hier in Baden-Baden haben uns bewusst dafür entschieden, die Demonstration erst am Nachmittag um 14 Uhr zu machen, damit dieses Argument der Medien und der Politiker, dass die Schüler ja nur zum Schwänzen auf diese Demonstrationen gehen würden, dass das entkräftet wird und wir sagen können: Unsere Schüler, die zu dieser Demonstration gehen, denen geht es wirklich um den Umweltschutz, die wollen etwas bewegen, denen passt es nicht wie es zurzeit läuft. Genau das wollen wir mit dieser Nachmittagsaktion bewirken.»


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Jonathan Hirth, Schülersprecher am MLG, Initiator von Fridays for Future in Baden-Baden:

goodnews4: Fridays for Future ist auch in Baden-Baden angekommen, was planen Sie denn für Freitag?

Jonathan Hirth: Am Freitag planen wir hier vor dem Rizzi erstmal eine Kundgebung mit verschiedenen Rednern. Anschließend wollen wir über den Leopoldsplatz über die Sophienstraße Richtung Willy-Brandt-Platz – das ist der Platz vor der Caracalla Therme – laufen und auf dem Weg demonstrieren.

goodnews4: Ist das denn jetzt einmalig geplant oder soll es auch Wiederholungen geben?

Jonathan Hirth: Ich und viele anderen der Organisatoren machen jetzt erstmal Abi nach der Demonstration. Wir hoffen, dass wir durch die erste Demonstration andere jüngere Schüler dazu bewegen können, sich auch für das Thema zu engagieren und dass wir dann quasi die Organisation an die jüngeren Klassen weitergeben, weil Fridays for Future muss regelmäßig stattfinden damit es auch wirklich einen Effekt haben kann auf die Politiker.

goodnews4: Wer sind denn die Initiatoren und Organisatoren der Fridays-for-Future-Aktion in Baden-Baden?

Jonathan Hirth: Der Initiator war ich, ich hatte die Idee, dass hier in Baden-Baden auch etwas passieren muss und dann habe ich das in der VRS-Gruppe vorgeschlagen – das ist eine WhatsApp-Gruppe und Organisation und heißt übersetzt «Vernetzung regionaler Schülervertretungen». Da habe ich das vorgeschlagen und es ist auf große Resonanz gestoßen und dann haben wir mit der Planung angefangen. Jetzt ist noch ein Schüler vom Pädagogium dabei, der Thomas, und der Benjamin Schuster und wir planen zusammen die erste Demonstration.

goodnews4: Was sind denn die wichtigsten Forderungen von Fridays for Future in Baden-Baden?

Jonathan Hirth: Wir gliedern uns da in die Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung in der ganzen Welt, beziehungsweise in ganz Deutschland, ein. Es geht darum, dass die prinzipiellen Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens wirklich eingehalten werden. Alle Staaten haben das Abkommen unterschrieben und jetzt soll es auch wirklich eingehalten werden. Zum anderen fordern wir, dass die Grenze von 1,5 Grad Celsius Klimaerwärmung eingehalten wird und wir fordern, dass ein Viertel aller Kohlekraftwerke noch in diesem Jahr abgeschaltet werden. Also es sind die Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung in Deutschland.

goodnews4: Haben Sie denn auch Kontakt zu den Aktivisten in anderen Städten in Deutschland? Vorreiterin ist ja die Schwedin Greta Thunberg.

Jonathan Hirth: Das Ganze in Deutschland funktioniert folgendermaßen: Es gibt eine Website fridaysforfuture.de und auf der Seite kann sich jede Ortsgruppe registrieren, dann kann man seine Demonstrationstermine anmelden und darüber ist man auch ganz gut vernetzt, weil es verschiedene Gruppen gibt auf WhatsApp und Telegram, wo ermöglicht wird, dass Schüler aus ganz Deutschland sich gegenseitig vernetzen können und auch größere Demonstrationen in größeren Städten planen können.

goodnews4: Was wollen Sie erreichen am Freitag in Baden-Baden?

Jonathan Hirth: Zum einen wollen wir erreichen, dass auch hier in Baden-Baden darauf aufmerksam gemacht wird. Wir hier in Baden-Baden haben uns bewusst dafür entschieden, die Demonstration erst am Nachmittag um 14 Uhr zu machen, damit dieses oft gebrachte Argument der Medien und der Politiker, dass die Schüler ja nur zum Schwänzen auf diese Demonstrationen gehen würden, dass das entkräftet wird und wir sagen können: Unsere Schüler, die zu dieser Demonstration gehen, denen geht es wirklich um den Umweltschutz, die wollen etwas bewegen, denen passt es nicht wie es zurzeit läuft. Genau das wollen wir mit dieser Nachmittagsaktion bewirken.

goodnews4: Wer soll denn alles mitmachen am Freitag, nur die Schüler?

Jonathan Hirth: Unser primäres Ziel sind erstmal die Schüler, die haben wir ja auch vor allem erreicht über die verschiedenen Schülervertretungen. Allerdings, wenn sich jetzt auch andere Leute, auch ältere, auch erwachsene Menschen dürfen sich für ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder interessieren, dann dürfen auch die gerne zu unserer Demonstration kommen.

goodnews4: Mit wie vielen Teilnehmern rechnet Ihr denn am Freitag?

Jonathan Hirth: Die Demonstration ist jetzt erstmal angemeldet auf 400 Personen. Es ist extrem schwer einzuschätzen, wie viele tatsächlich kommen, da es nachmittags ist, da man da jetzt wenig Muster hat. Wir hoffen einfach, dass es vielleicht sogar mehr werden könnten als die 400, aber wir sind glücklich über jeden Teilnehmer, der sich dazu entscheidet, ein Zeichen zu setzen für die Umwelt und für besseren Klimaschutz.

goodnews4: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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