Klage wegen Greenwashing

Für das Tannenzäpfle wird es ungemütlich – Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Staatsbrauerei Rothaus

Für das Tannenzäpfle wird es ungemütlich – Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Staatsbrauerei Rothaus
Winfried Kretschmann hat Ärger mit seinem Staatsbetrieb Rothaus. Fotos: Archiv, Rothaus

Waldshut-Tiengen, 09.12.2025, Bericht: Redaktion Ausgerechnet die Staatsbrauerei des vom grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann regierten Landes wird von der Deutschen Umwelthilfe, DUH, vor das Gericht delegiert.

Nach eigenen Angaben erhebt die DUH «Klimaklage» gegen die Badische Staatsbrauerei Rothaus vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen. Das berühmte Bier mit der Kultmarke Tannenzäpfle soll durch irreführende Werbung mit der Kampagne «Klimapositiv 2030 » sogenantes «Greenwashing» betreiben. Der Begriff steht für Marketing und Werbestrategien, die mit grünen Werbebotschaften, Symbolen und Produktversprechen ein vorteilhaftes Umweltimage erzeugen, obwohl die produzierten Produkte wenig nachhaltig oder gar umweltschädlich sind.

Die Staatsbrauerei habe in einer Plakatkampagne «vollmundig mit der Aussage ‚Klimapositiv 2030‘» geworben, «ohne Verbraucherinnen und Verbrauchern ausreichende Informationen bereitzustellen, wie das Ziel überhaupt erreicht werden soll». Auch der auf dem Plakat abgedruckte QR-Code habe «lediglich zu einer Webseite der Brauerei» geführt, «die ebenfalls nur unzureichende Informationen enthielt», heißt es in einer Pressemitteilung der DUH. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, wird in der Mitteilung zitiert: «Mit jedem Schluck Bier zur Klimapositivität – diesen Eindruck suggeriert die Brauerei Rothaus. Doch der Konzern bleibt vage in seiner Erklärung, wie er ‚klimapositiv 2030' erreichen will. Mit dem Versprechen verschafft sich die dem Land Baden-Württemberg gehörende Brauerei einen unfairen Wettbewerbsvorteil und täuscht Verbraucherinnen und Verbraucher.»

Gerade die Marke Tannenzäpfle steht für grüne, gesunde Image des Schwarzwaldes. Das Staatsunternehmen widersprach schon mal den Vorwürfen und verwies auf den geplanten Bau von zwei Windrädern.




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