Baden-Badens Partnerstadt

Große Ehrung für Baden-Badener in Russland - Stadt Jalta erklärt Gerhard Ell zum Ehrenbürger - "Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sagen, es geht uns sehr gut, es geht uns besser als in der Zeit als wir zur Ukraine gehörten"

Große Ehrung für Baden-Badener in Russland - Stadt Jalta erklärt Gerhard Ell zum Ehrenbürger - "Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sagen, es geht uns sehr gut, es geht uns besser als in der Zeit als wir zur Ukraine gehörten"

Bericht: Christian Frietsch

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Gerhard Ell

Baden-Baden, 14.08.14, 00:00 Uhr Es war eine beschwerliche zehnstündige Reise, die den Baden-Badener Gerhard Ell mit seiner Frau Uta in diesen Tagen über Moskau in die Baden-Badener Partnerstadt Jalta führte. Die berühmte Stadt, in der Churchill, Stalin und Roosevelt zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Welt neu ordneten, hatten den Baden-Badener zur wohl größten Ehrung geladen, welche die Stadt auf der Halbinsel zu vergeben hat. Im goodnews4-VIDEO-Interview erzählte der bescheidene Gerhard Ell auch von den Eindrücken, die er von der krisengeschüttelten Region mitbrachte. Diese Eindrücke passen nicht unbedingt in das Klischee der in Deutschland verbreiteten Berichterstattung.

«Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sagen, es geht uns sehr gut, es geht uns besser als in der Zeit als wir zur Ukraine gehörten. Wir haben so viele Freunde, mit denen wir gesprochen haben, und wir haben keinen einzigen gehört, der gesagt hat, das war eine verkehrte Entscheidung.» Gerhard Ell, der aus seiner eigenen Lebensgeschichte weiß, dass die vorherrschenden öffentlichen Postionen nicht immer differenziert genug sind. «Wir spüren, dass wir nicht Menschen zweiter Klasse sind wie in der Zeit der Ukraine und wir werden so genommen wie wir sind − als Russen, was wir immer waren und was wir bleiben wollen», fasste Gerhard Ell den Tenor von Freunden und Bekannten in Jalta zusammen, von denen er manche schon seit 20 Jahren kennt.

Er habe diese Reise nach Jalta genossen, weil er diesmal «nicht als Reiseleiter, sondern mit meiner Frau alleine» unterwegs gewesen sei. Für seine unermüdliche soziale und humanitäre Arbeit seit zwei Jahrzehnten gaben ihm die Menschen schon längst den Herzenstitel «Engel von Jalta». Nun wurde Gerhard Ell auch die offizielle Auszeichnung als Ehrenbürger der Stadt Jalta zuteil, die das Ausmaß seiner Bewunderung und Anerkennung in Jalta ausdrückt. Eine Kommission aus Gemeinderäten Jaltas hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass Gerhard Ell Ehrenbürger der nun russischen Stadt am Schwarzen Meer wird. Erleichter hatte Gerhard Ell zur Kenntnis genommen, dass der ehemalige OB Wolfgang Gerstner und auch die amtierende Oberbürgermeisterin Margret Mergen sich dafür ausgesprochen haben, die Partnerschaft weiterzuführen, auch wenn sich nun durch die aktuellen poltischen Ereignisse mit Jalta und Sotchi zwei russische Städte auf dem Städtepartner-Tableau Baden-Badens befinden.

Ein aktuelles Projekt von Gerhard Ell und dem Partnerschaftsverein Baden-Baden scheiterte an der misslichen Lage. Ein behindertengerechter Bus konnte seine Reise durch die unsichere Ukraine nicht antreten. 13.000 Euro, die von Bürgern Baden-Badens gespendet wurden, übergaben Uta und Gerhard Ell nun für einen Therapieraum für Kinder in Jalta. Allzu viel Aufhebenes machte Gerhard Ell wegen seiner historisch bemerkenswerten Auszeichnung in Jalta nicht. Stattdessen bedankte er sich bei den Baden-Badener Spendern für sein jüngstes Hilfsprojekt in Jalta. Gerhard Ell, ein wirkliches Vorbild und ein bedeutender Botschafter Baden-Badens.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Gerhard Ell


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