Müllsünder

Kippenstummel im Stadtgebiet, in Parks und auf Spielplätzen achtlos weggeworfen – Auch in Baden-Baden keine Konsequenzen

Kippenstummel im Stadtgebiet, in Parks und auf Spielplätzen achtlos weggeworfen – Auch in Baden-Baden keine Konsequenzen
Zigarettenstummel sind auch in Baden-Baden überall zu finden.

Baden-Baden/Offenburg, 01.09.2026, Bericht: Redaktion Viel Müll und auch Kippenstummel werden vor allem im Stadtgebiet, in Parks oder auf Spielplätzen achtlos weggeworfen, beklagt das Landratsamt Ortenau. Auch in Baden-Baden ist dies eine Plage, die wohl ohne Konsequenzen bleibt.

Rigoros hat Berlin die Strafen für eine achtlos weggeworfene Kippe auf 250 Euro angehoben. In Baden-Baden werden 50 Euro fällig. Es wird sich aber wohl kein Polizeibeamter finden lassen, der sich auf die Jagd nach Kippensündern und anderen To-Go-Müllsündern begibt. So bleiben nur die Aufklärung und die Kommunikation.

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Gerade hat die Deutsche Bahn 50 Millionen Euro zusätzlich für Sauberkeit freigegeben, wohlwissend, dass der äußere Eindruck von verwahrlosten Bahnhöfen und Zügen die Stimmung der Kunden ruinieren kann. Das ist im öffentlichen Raum der Städte nicht anders. In Zeiten von den Finanzkrisen allerdings ist in den Rathäusern und anderen Behörden dafür die Sensibilität aber verloren gegangen. Bei einem Erkundungsgang rund um die Baden-Badener Schulen und anderen Hotspots sind es nicht nur Essensreste, Pappbecher, Kippen, die den Schülern beibringe, dass es halt so aussieht wie es aussieht. Die Wirkung des ersten «Müllgipfels» des Baden-Badener Oberbürgermeisters Thomas Jung lässt bisher noch auf sich warten.

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Die Mitteilung aus dem Landratsamt Ortenaukreis vom 31. August 2026 im Wortlaut:

Allein in Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt rund 75 Milliarden Zigaretten pro Jahr konsumiert, das sind rund 205 Millionen Zigaretten täglich. Viele der mit krebserregenden Stoffen belasteten Kippenstummel werden vor allem im Stadtgebiet, in Parks oder auf Spielplätzen achtlos weggeworfen, belasten damit die Umwelt und gefährden Mensch und Tier. Sie gehören zu den Abfällen, die weltweit am häufigsten unsachgemäß entsorgt werden.

 

Die Gefahr durch weggeworfene Zigarettenkippen wird oft unterschätzt. Dabei zeigen die jüngsten Wald- und Vegetationsbrände eindrücklich, wie schnell sich beispielsweise ein Feuer bei trockener Witterung ausbreiten kann.

Allerdings sind Zigarettenkippen nicht nur wegen einer möglichen Brandgefahr problematisch. Auch für die Umwelt sind sie eine Belastung. Eine weggeworfene Kippe verschwindet nicht spurlos, sondern kann über lange Zeit in der Natur liegen bleiben. Der Filter besteht überwiegend aus Kunststoff und zerfällt nur sehr langsam in immer kleinere Bestandteile zu Mikroplastik. Weiter bleiben in einer Zigarettenkippe zahlreiche Schadstoffe zurück. Dazu gehören unter anderem Nikotin, Arsen und Schwermetalle wie Blei, Chrom und Cadmium. Werden Kippen achtlos in der Natur entsorgt, können diese Stoffe durch Regen ausgewaschen werden und in Böden und Gewässer gelangen.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Ortenaukreis empfiehlt, Zigaretten vollständig auszudrücken und anschließend im Restmüll zu entsorgen. Auch unterwegs sollte die Kippe nicht auf den Boden, in Gullys, Grünflächen oder Gewässer geworfen werden. Wer keinen Abfallbehälter in der Nähe findet, kann sich mit einem Taschenaschenbecher oder einer kleinen Metalldose behelfen.

«Wer seine Zigarette vollständig ausdrückt und richtig entsorgt, leistet mit einem kleinen Handgriff einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt» betont Brigitte Haas von der Abfallberatung des Ortenaukreises. «In der Landschaft haben Zigarettenabfälle nichts zu suchen.»

Mehr Informationen zur Abfallentsorgung gibt es auf der Internetseite der Abfallwirtschaft, in der AbfallApp oder direkt bei der Abfallberatung unter Telefon 0781 805-9600.




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