Gerichtsverhandlung
Kokain am Bahnhof in Baden-Baden – Anklage der Staatsanwaltschaft wegen bewaffneten Handels

Baden-Baden, 18.06.2026, Bericht: Redaktion In Baden-Baden pfeifen es die Spatzen von den Dächern, in welchen Nachtclubs, Hotels und anderen Orten die Partydroge Kokain zu haben ist. Offenbar gehört oder gehörte auch der Bahnhof Baden-Baden in Baden-Oos dazu.
Ab Donnerstag nächster Woche verhandelt die 4. Große Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Richter Johannes Huber über eine Anklage der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Dem heute 29-jährigen Angeklagten syrischer Staatsangehörigkeit wird unter anderem zur Last gelegt, Ende Dezember 2025 aus seiner damaligen Wohnung in Rastatt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein Kilogramm Kokain telefonisch einem Dritten einmal für einen Kaufpreis in Höhe von 23.000 Euro und einmal für einen Kaufpreis in Höhe von 24.000 Euro zum Kauf angeboten zu haben. Anfang Januar 2026 habe der Angeklagte an seiner damaligen Wohnanschrift in Rastatt 3 Gramm Kokain verkauft und wenige Tage darauf im Bereich des Bahnhofs in Baden-Baden 27,8 Gramm Kokain auf einem Fahrrad – mit einem Teleskopschlagstock und einem Messer gegen eventuelle Angriffe bewaffnet – mit sich geführt, um damit Handel zu treiben. Weitere 8,8 Gramm Kokain habe er zu diesem Zeitpunkt in seiner Wohnung in Rastatt verwahrt gehabt.
Der Angeklagte hat sich lediglich zu den Vorwürfen im Januar 2026 eingelassen und ein bewaffnetes Handeltreiben mit Kokain bestritten. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Zum Termin am 25. Juni 2026 sind mehrere Zeugen geladen.
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