Appell von Gesundheitsminister Lucha

Landesregierung in Sorge wegen Delta-Variante – 14 Tage Quarantäne nach Rückkehr aus Virusvariantengebieten – „Gilt auch für Geimpfte und Genesene“

Landesregierung in Sorge wegen Delta-Variante – 14 Tage Quarantäne nach Rückkehr aus Virusvariantengebieten – „Gilt auch für Geimpfte und Genesene“
Minister Lucha empfehle allen Rückkehrern, sich freiwillig testen zu lassen. Foto: Archiv

Stuttgart, 02.07.2021, Bericht: Redaktion Die Sommerferien stehen quasi vor der Tür, viele planen ihren Urlaub im Ausland und die Landesregierung sorgt sich wegen der Ausbreitung der Delta-Variante.

Vor diesem Hintergrund appelliert Gesundheitsminister Manne Lucha eindringlich an die Menschen, vorsichtig zu sein: «Wir alle haben ein hartes Jahr mit vielen Einschränkungen hinter uns – wir haben uns jetzt unbeschwerte Ferien verdient. Die Infektionszahlen sinken weiter, diesen großen Erfolg dürfen wir jetzt nicht gefährden, indem wir unvorsichtig sind und das Virus aus dem Urlaub mitbringen», wird Manne Lucha in der Mitteilung aus seinem Ministerium zitiert.

Urlaubsländer wie Österreich, Schweiz und Italien sind vom Robert-Koch-Institut, RKI, inzwischen nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Hier sind nach Angaben des Sozialministeriums daher Testungen nur noch nötig, wenn die Rückreise per Flugzeug erfolgt. Minister Lucha empfehle «dennoch allen Rückkehrern, sich freiwillig testen zu lassen, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist». In Baden-Württemberg sei eine flächendeckende Infrastruktur aufgebaut worden, die es allen ermöglicht, die kostenlosen Bürgertests gut zu erreichen. «Davon sollten wir Gebrauch machen.»

Urlauber sollten zudem im Blick haben, wie das RKI ihr Reiseland einstuft. «Nach der Rückkehr aus Virusvariantengebieten – wie derzeit Großbritannien und Portugal – muss man 14 Tage in Quarantäne und kann diese Quarantäne auch nicht durch Tests vorzeitig beenden», heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. «Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.»

Die Regeln, die derzeit für Reiserückkehrende aus dem Ausland gelten, Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration:

Testpflicht:

Nach Aufenthalt in einem einfachen Risikogebiet muss bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachgewiesen werden, dass keine Infektion mit dem Coronavirus besteht – Testnachweis, Impf- oder Genesenennachweis muss über das Einreiseportal der Bundesrepublik (unter www.einreiseanmeldung.de) übermittelt werden.

Reisende im Luftverkehr oder nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet müssen sich schon vor der Abreise testen lassen und müssen dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, ein negatives Testergebnis vorlegen (außer bei Virusvariantengebieten, wo grundsätzlich ein Beförderungsverbot gilt und die Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises nicht ausreicht). Auch bei der Einreisekontrolle in Deutschland durch die Bundespolizei kann der Nachweis verlangt werden.

Der Testnachweis muss sich jeweils auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden (bei Antigen-Tests) oder 72 Stunden (PCR) zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. Bei Virusvariantengebieten verkürzt sich die Frist bei Antigen-Tests auf 24 Stunden.

Absonderungspflicht:

Wird bei Einreise aus einem normalen Risikogebiet der Nachweis bereits vor Einreise übermittelt, so ist keine Quarantäne erforderlich. Ansonsten endet die Quarantänepflicht, die grundsätzlich 10 Tage beträgt, ab dem Zeitpunkt der Übermittlung des Nachweises. Nach Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich – dies gilt auch für Personen mit Genesenen- oder Impfnachweis.

Die Liste des Robert-Koch-Instituts zu Risikogebieten: www.rki.de

FAQ zur Einreise: www.bundesgesundheitsministerium.de

Die digitale Anmeldung für Rückkehrer erfolgt hier: einreiseanmeldung.de


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