Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Amt des zukünftigen Oberbürgermeisters von Baden-Baden“ – „Dann habe Lencke Steiner ‚im Parlament die Unwahrheit gesagt‘“

Baden-Baden, 17.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Manolis Kyriakides Stellung.

Am 22. März kommt es zur Stichwahl um das Amt des zukünftigen Oberbürgermeisters von Baden-Baden. In der Öffentlichkeit wird intensiv darüber diskutiert, wer der beiden Kandidaten nun die besseren Pläne für die Zukunft unserer Stadt anzubieten hat. Pläne sind aber nur Ankündigungen und Zukunftsmusik. Ob sie sinnvoll und zielführend waren, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Deshalb ist für meine Wahlentscheidung der Lebensweg und die Vergangenheit der Kandidaten ausschlaggebend:

Thomas Jung hat einen konsequenten und erfolgreichen Berufsweg hingelegt. Irgendwelche Affären, Mauscheleien oder Schwindeleien sind in seiner Karriere nicht zu finden. Über der kurzen Politkarriere von Lencke Wischhusen in der Bremer Bürgerschaft dagegen schwebt leider der Verdacht von Vetternwirtschaft und Unehrlichkeit. Zwei Presseberichte über Frau Wischhusen haben mich stutzig gemacht:

 

Am 29.08.2020 berichtet der Weser Kurier, dass Frau Wischhusen während ihrer Tätigkeit als Abgeordnete der Bremer Bürgerschaft im Nebenjob als Beraterin des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BWMV) tätig war. Der Geschäftsführer des BWMV war ihr Lebensgefährte Markus Jerger, und Präsident des Verbandes war dessen Schwiegervater Mario Ohoven. Riecht das nicht verdächtig nach Vetternwirtschaft? Der Weser Kurier schreibt dazu: «Wie ist das Engagement der FDP-Fraktionschefin bei dem Wirtschaftsverband zustande gekommen? Wurde die Beratungsleistung öffentlich ausgeschrieben, sodass sich auch andere Interessenten hätten bewerben können?» Von BVMW erhielt die Presse auf diese Fragen keine klare Antwort. Die FDP-Fraktion und Frau Wischhusen lehnten eine Stellungnahme zur Frage, wie ihre Fraktionschefin zu dem Posten gelangt ist, einfach ab.

Am 21.03.2018 berichtet der Weser Kurier unter der Titelzeile «Lügen-Vorwurf gegen Lencke Steiner» über die damals noch den Nachname Steiner tragende OB-Kandidatin und eine Debatte um den Abzug von Unternehmen aus Bremen. In der Bürgerschaft behauptete Frau Wischhusen, dass die Gemeinde Achim versucht habe, das von ihr und ihrem Vater geführte mittelständische Unternehmen W-Pack Kunststoffe GmbH & Co. KG zu Umsiedlung nach Achim zu überreden. Der Bürgermeister von Achim erklärte später, dass es niemals einen Abwerbeversuch seiner Gemeinde gegeben habe. Der Weser Kurier schreibt dazu: «Das Wirtschaftsressort des Senats reagierte ungewöhnlich scharf auf den Vorgang. Wenn Achims Bürgermeister den Abwerbeversuch klar dementiere, dann habe Lencke Steiner ‚im Parlament die Unwahrheit gesagt. Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang, wenn dort jemand einen Abwerbeversuch erfindet, nur um seine eigene Position in einer Debatte zu stützen‘, sagte Behördensprecher Tim Cordßen.»

Mauscheleien, Vetternwirtschaft, unwahre Behauptungen und Schummelei haben wir in den vergangenen Jahren in der Baden-Badener Lokalpolitik leider schon genug erlebt. Damit muss Schluss sein! Deshalb ist Lencke Wischhusen für mich am 22. März unwählbar. Meine Stimme wird an Thomas Jung gehen.

Manolis Kyriakides
Baden-Baden

Quellen:

Weser Kurier: Wegen Beratervertrag / Kritik an Bremens FDP-Fraktionschefin Lencke Wischhusen

Weser Kurier: Lügen-Vorwurf gegen Lencke Steiner


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