Leserbrief

Leserbrief Meine Meinung“ – „Baden-Baden braucht einen echten Neuanfang“ – „Affären, Korruptionsvorwürfe, Leo-Affäre und falsche eidesstattlichen Erklärungen“

Baden-Baden, 18.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Maurice Berghofer Stellung.

Seit Jahren dominiert die CDU die Kommunalpolitik in Baden-Baden. Die Bilanz dieser Zeit fällt jedoch für viele Bürger sehr ernüchternd aus. Besonders die Amtszeit der früheren Oberbürgermeisterin Margret Mergen ist vielen noch in unguter Erinnerung. Das äußerst schwache Ergebnis bei ihrem Versuch der Wiederwahl hat damals gezeigt, wie groß die Unzufriedenheit in der Stadt und wie unbeliebt Frau Mergen war.

Viele verbinden diese Jahre mit dem Beginn der finanziellen Probleme der Stadt, mit schweren Fehlern rund um das Klinikum bis zum Verlust desselben sowie mit politischen Affären, Korruptionsvorwürfen, der Leos-Affäre und falschen eidesstattlichen Erklärungen, die das Vertrauen in die kommunale Politik beschädigt haben. Baden-Baden hat in dieser Zeit viel Vertrauen verspielt.

 

Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet Vertreter dieses politischen Umfelds nun wieder versuchen, Einfluss auf die Zukunft der Stadt zu nehmen. Unterstützt von ehemaligen Oberbürgermeistern wird eine Kandidatin präsentiert, die weder aus Baden-Baden stammt noch hier politisch gewachsen ist und auf deren Wohnort auf dem aktuellen Wahlzettel immer noch mit Lilienthal angegeben wird, obwohl Sie behauptet inzwischen in Baden-Baden zu wohnen.

Es stellt sich daher die Frage, ob eine Stadt wie Baden-Baden eine Kandidatin braucht, die erst einmal lernen muss, wie diese Stadt überhaupt funktioniert und deren Lebenslauf erheblich Zweifel aufkommen lassen, ob Sie dieser Aufgabe auch nur annähernd gewachsen ist.

Gerade jetzt, wo Baden-Baden vor großen Herausforderungen steht, braucht es eine Führungspersönlichkeit mit Erfahrung, Unabhängigkeit und echter Verbundenheit mit der Stadt – und nicht den Eindruck eines politischen «Weiter so».

Man darf deshalb die Frage stellen: Steht diese Kandidatur wirklich für einen Neuanfang – oder lediglich für ein «Weiter so» unter neuem Namen, mit den gleichen Seilschaften und Abhängigkeiten?

Baden-Baden braucht heute vor allem eines: Vertrauen.
Vertrauen in eine Politik, die unabhängig handelt, transparent entscheidet und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger über parteipolitische Netzwerke stellt. Dafür steht für mich der Kandidat Thomas Jung – parteilos, parteiunabhängig, mit Erfahrung und bewiesener Führungsstärke.

Die Stichwahl ist deshalb mehr als nur eine Wahl zwischen zwei Personen. Sie ist eine Entscheidung darüber, welchen politischen Stil Baden-Baden in Zukunft haben soll.

Wollen wir wirklich zurück zu den Strukturen und Netzwerken, die viele Bürger längst satt haben?
Oder nutzen wir diese Wahl, um unserer Stadt einen echten politischen Neuanfang zu ermöglichen?

Die Bürgerinnen und Bürger von Baden-Baden entscheiden am 22. März nicht nur über eine Person – sie entscheiden über den zukünftige Politikstil in unserer schönen Stadt.
Die Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand.

Maurice Berghofer
Baden-Baden


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