Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Beschädigung und Zerstörung von Wahlkampfplakaten der AfD in Baden-Baden und dem Rebland“

Baden-Baden, 28.05.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung.

Boris Fernbacher kandidiert auf der Liste der AfD für die Kommunalwahl in Baden-Baden.*

Wer dieser Tage mit dem Auto von Baden-Baden nach Bühl fährt, kann nicht weit hinter der Abzweigung nach Steinbach an der B3 auf der linken Straßenseite ein besonderes «Highlight der demokratischen Diskussionskultur» erleben. Das dort seit knapp einer Woche auf einer in Privatbesitz befindlichen Wiese stehende circa 7 mal 3,5 Meter große Wahlkampfplakat der Alternative für Deutschland (AfD) mit den Fotos der Kandidaten der ersten acht Listenplätze wurde von Unbekannten «verschönert»: Jedem der Kandidaten wurde ein Oberlippenbart à la Adolf Hitler verpasst. Zusätzlich schmücken zwei Hakenkreuze sowie der Slogan «Nie wieder faschismus!» (Anm.: Faschismus schreibt man übrigens als Hauptwort groß, liebe linke Vandalen) die Werbefläche.

 

Da stellt sich mir folgende Frage: Ist das der von Grünen, SPD, Linkspartei, FDP und CDU propagierte «Aufstand der Anständigen und Demokraten» im «Kampf gegen Rechts»? Noch vor ein paar Jahren brachte man seine politischen Ansichten meist mittels Argumenten und friedlichen Demonstrationen zum Ausdruck. Aber diese Form der politischen Auseinandersetzung ist inzwischen anscheinend out und außer Mode. Als Mittel des politischen Diskurses werden Diffamierung, persönliche Beleidigung, Mobbing, Sachbeschädigung, Nötigung sowie Gewalt auf Demos besonders im linken Spektrum immer beliebter.

Man muss sich auch mal die Frage stellen, was diese Wahlplakate der AfD beschädigenden Vandalen zu ihrem Tun ermutigt. Werden sie nicht von unseren Politikern durch Hassreden gegen die AfD zu ihrem Treiben geradezu ermuntert? Frau Agnes Strack-Zimmermann von der FDP bezeichnet die AfD als «ein Haufen Scheiße», auf dem sich die «Fliegen tummeln». Joschka Fischer meinte bei einem Literaturfestival über die AfD: «Sie reden wie Nazis. Sie riechen wie Nazis.» Für den NRW-Ministerpräsidenten Hendrick Wüst von der CDU ist die AfD schlicht «eine Nazi-Partei» und für Frau Baerbock ist sogar Thomas Kemmerich von der FDP ein «Nazi&rauqo;, nur weil er mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt wurde. Katja Mast, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, meinte, dass in der AfD «ein Haufen rechter Nazis sitzt». Sigmar Gabriel von der SPD griff 2016 gleich zu Gossensprache und beschimpfte Gegner seiner Asylpolitik als «Pack» und «Arschlöcher». Für Saskia Esken von der SPD ist die AfD schlicht eine «Nazi-Partei» und Innenministerin Faeser ist «froh über jeden Wirtschaftsvertreter, der sich klar gegen die AfD und Nazis positioniert». Zusätzlich orchestriert wird dies dann von Jan Böhmermann, dem Chefkomiker der Regierung im Staatssender ZDF, bei dem dann fast jedes zehnte Wort im Zusammenhang mit der AfD «Nazi» ist.

Wir als Bürger sollten uns auch anlässlich des 75. Jahrestages unseres Grundgesetzes (siehe in Bezug zum Thema hier auch Abs. 1 und Art. 3 Abs. 3 des GG) wirklich überlegen, ob wir diesen Trend zu Hetze und Diffamierung gegen den politischen Gegner weiter tolerieren wollen. Meiner Ansicht nach sollten wir den in diesem Leserbrief genannten Parteien, die andere Menschen als «Nazis» und «Faschisten» diffamieren (und nebenbei durch eine Inflationierung der beiden Begriffe auch zur Verharmlosung des furchtbaren Nationalsozialismus der 1930er und 1940er Jahre beitragen) bei der Europa- und Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 die «Rote Karte» zeigen.

Boris Fernbacher
Baden-Baden


*Anmerkung der Redaktion: Laut «Spielregeln für Leserbriefe an goodnews4.de» sind Leserbriefe von politischen Mandats- und Funktionsträgern nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Bei Kandidaten für die Kommunalwahl handelt es sich nicht um politische Mandats- und Funktionsträger. Im Sinne der Transparenz weist goodnews4.de jedoch auf die Kandidatur hin.


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