Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Betrüger und alte Menschen in Baden-Baden – „Speziell die Telefonmasche hat großen Erfolg“
Baden-Baden, 03.06.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Betrüger in Baden-Baden – 90-Jährige vor Gaunerei bewahrt.
Trotz der zum Schutz vor Betrug an alten Menschen fachkundigen Empfehlungen der Polizei, findet man in den Medien immer wieder Berichte über erfolgreiche Betrügereien. Speziell die Telefonmasche hat großen Erfolg. Als «Alter» mit Aktivitäten im Internet gehöre auch ich zum bevorzugten Beuteschema speziell von Telefonbetrügern. Hier nun eine Empfehlung an meine Altersgruppe wie ich mich schütze.
Heute verfügt fast jedes billige Festnetztelefon über einen Anrufbeantworter; Mobil-Telefon sowieso. Und damit wehre ich mich gegen unliebsame Anrufe. Bei bekannten Telefonnummern nehme ich den Anruf an, bei unbekannten oder unterdrückten Telefonnummern nicht und überlasse es dem Anrufer, eine Nachricht auf dem AB zu hinterlassen. Und wie sich gezeigt hat, hinterlassen 90 Prozent der Anrufer aus gutem Grund keine Nachricht (Betrugsversuche!). Aber selbst wenn jemand eine, vielleicht sogar logische Nachricht hinterlässt und um Rückruf bittet, rufe ich nicht auf der angegebenen Telefonnummer zurück, sondern suche mir im Internet die Nummer der betreffenden Behörde/Firma und lasse mich von deren Telefonzentrale mit dem Anrufer verbinden. Dabei stellt sich dann sehr schnell heraus, ob diese Behörde/Firma über diesen Mitarbeiter verfügt, bzw. überhaupt mit mir in Kontakt treten wollte.
Ähnlich verfahre ich beim Klingeln an der Haustür. In dem Wissen, dass sich seriöse Firmen/Ämter vorher anmelden, öffne ich generell nicht. Nicht anmelden würde sich höchsten die Polizei/SEK und deren Einsatz habe ich ruhigen Gewissens nicht zu befürchten. Und selbst bei bestellten Handwerkern oder der Post blicke ich zunächst aus dem Fenster, ob tatsächlich der DHL-Wagen bzw. der Firmenwagen der beauftragten Firma vor dem Haus steht.
Mit den beiden vorgenannten kostenlosen Vorsichtsmaßnahmen fühle ich mich zu 100 Prozent vor Betrugsversuchen aller Art bestens geschützt. Es gibt auch noch Möglichkeiten, sich außer Haus mit etwas Aufmerksamkeit vor Betrugsversuchen, Diebstählen oder gar Überfällen zu schützen. Diese Hinweise würde jedoch den Rahmen dieses Leserbriefs sprengen, werden aber bei Interesse aber gerne mitgeteilt.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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