Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Bürger von Baden-Baden haben ein Recht auf die Wahrheit“ – „Whittaker-Brief an CDU-Mitglieder“ – „Frau Wischhusen Anfang Januar nach Baden-Baden gezogen“

Baden-Baden, 28.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Valentina Steiert.

Spätestens mit der Kandidatur von Thomas Jung scheint in der CDU Baden-Baden Nervosität aufzukommen. Offenbar wird nun auch dem CDU-Strippenzieher Kai Whittaker bewusst, dass er mit seiner favorisierten Kandidatin nicht die erhoffte Zugkraft entfaltet und er möglicherweise auf das falsche Pferd gesetzt hat.

Es war vermutlich kein Zufall, dass sich Herr Whittaker für eine politisch unerfahrene 40-jährige Kandidatin entschieden hat. Eine solche lässt sich naturgemäß leichter führen, lenken und beeinflussen als ein erfahrener Macher und Gestalter. In bewährter Manier hat Herr Whittaker daher umgehend einen Brief an die CDU-Mitglieder verfasst, in dem er Frau Wischhusen über den grünen Klee lobt. In diesem Schreiben wird betont, Frau Wischhusen sei Anfang Januar nach Baden-Baden gezogen. Auch auf ihrer eigenen Internetseite erklärt sie, heute bereits in Baden-Baden zu leben. Das wirft allerdings Fragen auf, die die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu Recht interessieren dürfen.

 

Hat sich Frau Wischhusen unabhängig vom Ausgang der Oberbürgermeisterwahl bewusst für ein dauerhaftes Leben in Baden-Baden entschieden? Oder ist ihr Aufenthalt hier lediglich an den Wahlausgang gekoppelt? Hat sie sich möglicherweise nur vorübergehend eingemietet, um im Falle einer Wahlniederlage Baden-Baden ebenso schnell wieder zu verlassen, wie sie gekommen ist? Endet die neu entdeckte Heimatliebe zu Baden-Baden abrupt mit einem negativen Wahlergebnis?

Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihres angeblichen Wohnsitzes nährt jedenfalls der Blick ins Impressum ihrer Internetseite. Dort ist nach wie vor eine Adresse in Lilienthal bei Bremen angegeben. In Baden-Baden selbst findet sich lediglich ein Büro in der Friedhofstraße.

Die Bürgerinnen und Bürger von Baden-Baden haben ein Recht auf Transparenz und Ehrlichkeit – vor wie nach der Wahl. Wer bereits bei so grundlegenden Fragen wie dem eigenen Wohnort Unklarheiten erzeugt, weckt Zweifel an der Glaubwürdigkeit insgesamt. Ein Oberbürgermeisteramt erfordert Vertrauen, Verlässlichkeit und eine persönliche Bindung an die Stadt.

Es wäre daher wünschenswert, wenn Frau Wischhusen selbst für Klarheit sorgen würde. Vielleicht handelt es sich nur um ein Versäumnis bei der Ummeldung oder um eine veraltete Adresse auf ihrer Internetseite. Umso einfacher wäre es, diese Fragen offen und eindeutig zu beantworten. Mit einer einfachen Ummeldebestätigung ließen sich alle Unklarheiten beseitigen. Und dringend geboten wäre es auch. Denn eines ist sicher: Baden-Baden verdient Ehrlichkeit – nicht erst nach der Wahl, sondern schon davor.

Und sollte es tatsächlich so kommen, dass Frau Wischhusen genauso plötzlich wieder verschwindet, wie sie gekommen ist, hätte Herr Whittaker – und damit auch Frau von Loga und die CDU – ein weiteres Erklärungsproblem und viel an Glaubwürdigkeit verspielt. Der Whittaker-Brief an die CDU-Mitglieder wirft nämlich noch weitere Fragen auf, aber dazu gerne demnächst mehr ...

Valentina Steiert
Baden-Baden


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