Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Cem Özdemir einer der letzten überlebenden ‚Saurier‘“
Baden-Baden, 03.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht AfD und Linke legen zu in Baden-Württemberg – CDU, Grüne, SPD verlieren – Özdemir weit vor Hagel.
Mit Cem Özdemir haben die Grünen einen der letzten überlebenden «Saurier» aus der Gründerzeit der Grünen Anfang der 1980er-Jahre als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 nominiert. Da Özdemir seit über 25 Jahren in Bundestag oder EU-Parlament sitzt, ist er natürlich Profi im «Politzirkus»: Er weiß wie man kritischen Fragen geschickt ausweicht, in Diskussionen «um den heißen Brei» herumredet und an der richtigen Stelle die passenden inhaltsleeren Floskeln setzt. Für die ganz große Politkarriere hat es bei ihm aber dennoch nicht gereicht: Der Höhepunkt seiner Laufbahn waren drei Jahre als Landwirtschaftsminister im Kabinett Scholz. Zu dem Posten ist Özdemir, der sich eigentlich gar nicht für Landwirtschaft interessiert, wie die «Jungfrau zum Kinde» gekommen. Die Grünen wollten ihren verdienten Haudegen auf seine alten Tage halt noch mit einem Posten belohnen. Dafür musste sein Parteikollege Anton Hofreiter, der als studierter Biologe wohl weitaus mehr Ahnung von Landwirtschaft hat als Özdemir, auf den von ihm angestrebten Ministerposten verzichten. Der Nachwelt in Erinnerung bleibende große Leistungen hat Herr Özdemir als Landwirtschaftsminister dann auch nicht abgeliefert.
Auf den ersten Blick unterscheidet sich Cem Özdemir schon von seinen sehr links und öko-autoritär ausgerichteten jüngeren Parteikollegen wie Felix Banaszak, Timon Dzienus oder Jette Nietzard, die gerne auch mal Slogans wie «all cops are bastards» auf T-Shirts trägt. Özdemir gibt sich sehr gemäßigt und bürgerlich. Er lobt ab und an auch mal die bei seiner Partei ansonsten verhasste deutsche Automobilindustrie oder kritisiert Migranten bei fehlenden Integrationsanstrengungen. Der im schwäbischen Urach geborene Özdemir (er bezeichnet sich selber gerne als «anatolischer Schwabe») kann ebenso wie der grüne «Partei-Opa» Winfried Kretschmann perfekt schwäbisch babbeln und signalisiert dem Wähler damit seine Verwurzelung im Ländle. Das mag bei manchem Bürger gut ankommen.
Wir sollten uns vom medial kolportierten Image des Herrn Özdemir aber nicht täuschen lassen: Er hat über Jahrzehnte hinweg immer die auf Deindustrialisierung unseres Landes zielende Politik der Grünen tatkräftig unterstützt. Auch die Multi-Kulti-Träume seiner Partei inklusive ungesteuerter Masseneinwanderung fanden immer seine Zustimmung. Herr Özdemir hat auch die dilettantisch durchgeführte rot-grüne Energiewende mit ihren explodierenden Energiepreisen für Industrie und Privathaushalte brav mitgetragen. Cem Özdemir würde diese verantwortungslose grüne Politik als «Öko-Wolf im bürgerlichen Schafspelz» auch als Ministerpräsident von Baden-Württemberg unbeirrt fortführen. Das sollten die Bürger an der Wahlurne nicht zulassen.
Boris Fernbacher
Baden-Baden
Quellen:
1.) Taz: Grüner Zoff um Ministerposten / Abstreifen von Vorsitzenden
2.) Süddeutsche Zeitung: Ampelkoalition / Flügelkampf bei den Grünen
3.) Tagesschau.de: Grüne-Jugend-Vorsitzende / Kritik an Nietzard wegen «ACAB»-Sweatshirt
4.) Stuttgarter Zeitung: Cem Özdemir über Daimler / Warum der Grünen-Politiker den Autokonzern lobt
5.) Tagesspiegel: Der «anatolische Schwabe»: Ist Baden-Württemberg bereit für einen Ministerpräsidenten Özdemir?
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