Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Dann fühlt man sich in Baden-Baden schlicht und einfach verarscht“ – „Schnitzel billiger? – Fehlanzeige!“ – „Vergleich Speisekarten von drei renommierten Restaurants“

Baden-Baden, 16.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.

Politiker sind bekannterweise insbesondere vor den Wahlen um wohlfeile Sprüche nicht verlegen und verkauften die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie als Wohltat für das Volk, da ja nun die Preise für die angebotenen Speisen reduziert werden könnten. So war zumindest das Versprechen und die offizielle Darstellung. Nur wurde dieses Versprechen leider nicht verwirklicht, wie ein Vergleich der Speisekarten von drei renommierten, überregional bekannten und vielfach von Touristen besuchten Restaurants in Baden-Baden zeigt.

Ein Vergleich der Speisenkarten vom Dezember 2025 und von Mitte Januar 2026 zeigt keine Auswirkung auf das Preisgefüge. Wenn in einem Lokal das Wiener Schnitzel vorher mit 46 Euro ausgewiesen war, dann sollte es nach dem Willen der Politik nun eigentlich mit 40 Euro angeboten werden. Oder das Menü von 145 Euro auf 130 Euro reduziert werden. Aber Fehlanzeige, die Gerichte stehen auf den neuen Karten mit den gleichen Preisen wie auf der alten Karte. Und diese Tatsache zieht sich über die gesamten Speisekarten bei allen drei Restaurants. Kein einziges vergleichbares Gericht wurde billiger. Man kann schon von Glück sagen, dass bei zwei Restaurants die Preise zumindest gleichgeblieben sind, während ein Restaurant sogar noch eine Preissteigerung vorgenommen hat. Also wer steckt sich die gesparte Differenz ein? Wie schon vorauszusehen, die angeblich notleidende Gastronomie, die natürlich mit gestiegenen Kosten in allen Bereichen argumentiert.

 

Wenn selbst in der Kultstätte des Wiener Schnitzels beim Figlmüller in Wien, wo das Schnitzel über dem Tellerrand hängt, dieses nur 28,90 Euro kostet und im ersten Haus am Platz, dem Sacher, ein Wiener Schnitzel für 39,00 Euro zu haben ist, dann fühlt man sich in Baden-Baden schlicht und einfach verarscht. Ähnlich wie die Rückversicherer, denen generell überhöhte Preise berechnet werden. Fragt sich nur, wie lange die Baden-Badener, die Touristen und auch die Rückversicherer sich das noch gefallen lassen. Als Unternehmer habe ich die Lebenserfahrung, wonach mich jeder betrügen kann, aber nur einmal.

Anzumerken wäre noch, dass dieser Preisvergleich nicht repräsentativ für Baden-Baden ist und Ausnahmen zwar unwahrscheinlich, aber möglich sein können. Tatsache ist jedenfalls, dass die Preise in Baden-Baden generell überhöht sind und das wird sich früher oder später rächen bzw. in Insolvenzen niederschlagen.

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


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