Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Dass uns in Deutschland nach wie vor Wohlstand beschieden ist…“ – „Da gibt es Rinderfilet, Seezunge, Kabeljau, Black Tiger Garnelen“
Baden-Baden, 17.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung.
Dass uns in Deutschland nach wie vor Wohlstand beschieden ist, dokumentiert sich nicht nur aus den hohen Preisen in der Gastronomie in Baden-Baden (goodnews4 vom 16.01.2025), sondern lässt sich auch an anderen Beispielen dokumentieren. Stellvertretend soll hier nur eine der beliebtesten TV-Sendung im ÖRR Staatsfernsehen herausgegriffen werden, und zwar die «Küchenschlacht».
Schon bei der Vorstellung der Kandidaten wundert man sich, wenn man erfährt, dass der 60-Jährige als Beruf «Rentner» angibt, aber quietschvergnügt wie ein Balletttänzer vor dem Herd herumfuhrwerkt. Also aus gesundheitlichen Gründen ist der wohl kaum Frührentner. Oder der Kandidat, der als 34-jähriger «Student» angibt. Wann will der eigentlich einmal anfangen zu arbeiten? Die erforderliche Versicherungszeit für eine anständige Rente bringt der jedenfalls nicht mehr voll. Oder der 43-jährige Hausmann. Von wem wird der finanziert? Diese Kandidaten sind wirklich kein Querschnitt der Bevölkerung.
Dann geht es weiter mit der Auswahl der Gerichte, die von den Kandidaten z.B. als Leibgericht gekocht werden. Da gibt es Rinderfilet, Seezunge, Kabeljau, Black Tiger Garnelen usw. Na, wenn diese sündhaft teuren Zutaten heute als normales Leibgericht gelten, dann handelt es sich bei den Kandidaten scheinbar durchweg um Millionäre. Vielleicht wird als nächstes jemand Blinis mit Kaviar als Leibgericht vorstellen, wundern würde es mich nicht.
Kurz, diese Sendung lässt das normale Leben außen vor, täuscht eine heile Welt vor und soll laut Wunsch des ÖRR Staatsfernsehens scheinbar belegen, dass es Deutschland gut geht. Das steht aber leider im Widerspruch zu einer Schlagzeile in der WELT (07.01.2025), wonach «Höhere Lebensmittelpreise für viele Menschen ein Sorgenthema sind». Die Moderatoren und Juroren der vorgenannten Sendung, die jeweils lauthals mit ehemaligen Erfolgen angekündigt werden, sind sich scheinbar nicht zu schade, für ein entsprechendes Zubrot den Pausenclown für die Sendung zu spielen. Naja, man ist vom Fernsehen mittlerweile ja schon viel gewohnt. Mit dem hehren Gedanken des Grundversorgungsauftrags, um das kulturelle Leben zu fördern, hat dies jedenfalls nicht mehr viel zu tun. Aber das ficht die wackeren TV-Produzenten solange nicht an, solange der brave deutsche Michel seine Zwangsgebühren entrichtet. Aber vielleicht gibt es auch hier mal ein Aufmucken.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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