Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Denk ich an Deutschland in der Nacht, werde ich um den Schlaf gebracht“

Baden-Baden, 04.12.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.

«Deutschland blutet aus», ist das Fazit einer Statistik der Bundesregierung, aus der hervorgeht, dass von 2019 bis 2023 rund 3,6 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter Deutschland verlassen haben. Ein erheblicher Teil davon waren Fachkräfte, die im Ausland bessere Erwerbs- und Entwicklungsmöglichkeiten sehen als hier. Dieser wesentliche Punkt ist bei dem aktuellen Rentenstreit offensichtlich noch nicht berücksichtigt und steigert die Diskrepanz zwischen Einzahlern und Empfängern nochmals erheblich. Genauso wie die Abwanderung von Betrieben.

Laut einer Umfrage des BDI gab fast jedes fünfte Unternehmen an, nicht mehr in Deutschland zu produzieren; Tendenz steigend, wie die täglichen Pressemeldungen bestätigen. Ebenfalls ist unter Berücksichtigung der aktuellen Pisa-Studien und diverser Lehrerkommentare zu befürchten, dass sich die nachwachsende Generation nicht aus Beitragszahlern, sondern eher aus Bürgergeldempfängern zusammensetzen wird. Kurz, die Katastrophe zeichnet sich ab, aber speziell die SPD will dies nicht wahrhaben und bringt neben diversen Träumen nun auch noch mit willfähriger Hilfe der CDU die Idee ins Spiel, Gewerkschaftsmitglieder steuerlich zu begünstigen. Der Irrsinn kennt offensichtlich keine Grenzen. Wahrscheinlich sollen dann auch noch die Mitglieder der beiden Parteien steuerlich begünstigt, aber die AfD-Mitglieder mit einer Sondersteuer belegt werden.

 

Auch der Bundeskanzler zeigt ein höchst merkwürdiges Bild. Es scheint, als ob er jeden Morgen vor der Bürotür von Klingbeil kniet wird, um den Tagesbefehl entgegenzunehmen, ganz abgesehen von der irritierenden Tatsache, wie sich Klingbeil und Merz auf der Regierungsbank und auch sonst bei jedem Treffen verliebt anlächeln. Ein gewisses Maß an Ernst sollte man bei der Regierungsarbeit voraussetzen, aber dieses Herumgehampel in den letzten Monaten kann man ohnehin nicht als Regierungsarbeit bezeichnen. Niemand wundert sich mehr über den enormen Zuwachs der AfD, die bei der nächsten Bundestagswahl vielleicht sogar die Mehrheit stellen wird. Ein Kanzler jedenfalls, der auf dicke Hose macht und ständig die Backen aufbläst, aber aller Beteuerungen zum Trotz der Ukraine keine verteidigungsfähigen Waffen wie den Taurus liefert, macht sich Weltweit eigentlich nur zum Gespött. Dass ihm das aber von den ausländischen Kollegen noch nicht gesagt wurde, liegt einzig und allein an der Spendenbereitschaft der Deutschen Regierung, die trotz höchster eigener Not nun auch noch den Klimaschutz in Brasilien mit 1 Milliarde Euro unterstützen will.

Ein einziges Jammertal, aber das müssen wir scheinbar noch durchschreiten, bis es wieder viele Millionen Arbeitslose gibt, die man dann nicht mehr großzügig unterstützen kann, was dann zu den aus der Vergangenheit bekannten unerwünschten Nebenerscheinungen führen wird.

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


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