Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat das Gebot der Staatsferne“

Baden-Baden, 15.02.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.

Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt: «Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat das Gebot der Staatsferne und der Unabhängigkeit zu berücksichtigen.» Wer sich aber die «Tagesschau» zu Gemüte führt, und das machen immerhin zwischen 9 und 10 Millionen Zuschauer täglich, dann stellt der aufgeklärte Zuschauer fest, dass diese angeblich objektive und neutrale Nachrichtensendung nur so strotzt von Verschweigen, Verdrehen und Framing.

Aber auch die anderen Sendungen des Staatsfernsehens sind ähnlich angelegt, wo inkompetente Moderatoren die vorgegebenen Texte von Handzetteln ablesen. Offensichtlich hat man seitens der Intendanten versäumt, den oben genannten Leitsatz den Redakteuren und Moderatoren mitzuteilen, bzw. in deren Arbeitsverträge zu schreiben, denn was die alles von sich geben, dürfte diesen zu einem späteren Zeitpunkt böse auf die Füße fallen, bzw. zur Entlassung führen (siehe Beispiel Trump).

 

Besonders auffällig ist die ständige Berichterstattung über Demonstrationen «gegen rechts», die sich mittlerweile auch gegen eine Volkspartei richten und die in fast jeder Nachrichtensendung genüsslich zelebriert werden bis hin zu dem Laserschriftzug «Berlin hasst die CDU» auf der Siegessäule (trotz CDU-Oberbürgermeister!).

Was in diesem Zusammenhang sehr interessant sein dürfte, ist die Tatsache, dass diese Demonstrationen zum Teil von der Regierung und hier namentlich von den Grünen geführten Ministerien für Familie und Umwelt finanziert werden («DIE WELT» vom 11.02.2025).

Man berichtet über hunderttausende (!!) Teilnehmer Bundesweit, wobei die Teilnehmerzahlen zwischen den Polizeiangaben (150.000) und denen der Veranstalter (250.000) stark schwanken. Was wollen die zuständigen Redakteure mit dieser Berichterstattung erreichen? Meinen sie damit die Wähler beeinflussen zu können? Selbst wenn 300.000 Menschen an den Demos beteiligt sind, wobei es sich bei einem Großteil immer um den gleichen Antifa-Personenkreis handeln dürfte, die an jeder Demo teilnehmen, dann sind es in der Gesamtheit unbedeutende 0,5 Prozent der 60 Millionen wahlberechtigten Bürger. Also trotz aller stimmungsmachender Propaganda ein Schuss in den Ofen der das Wahlergebnis nicht beeinflussen, sondern eher gegenteiliges bewegen wird.

Oder wenn Moderatoren und deren ausgewählte Gesprächspartner auf die vom amerikanischen Präsidenten eingeführten Strafzölle auf Stahl und Aluminium süffisant meinen, er schieße sich mit dieser Aktion ins eigene Bein, weil sich Waren in den USA verteuern, und auch das bundesdeutsche tapfere Schneiderlein meint, man werde sich durch geeignete Maßnahmen zu wehren wissen, dem sei entgegengehalten: 1. Hat Trump seine Bevölkerung auf negative Folgen dieser Maßnahme schon vor der Wahl hingewiesen, und 2. Wird kein Amerikaner gezwungen z.B. teure deutsche Autos zu kaufen. Amerikanische, japanische und koreanische Autos sind auch nicht schlecht, wer braucht da unbedingte einen BMW, Mercedes, VW oder Porsche? Der Schaden liegt also mehrheitlich bei uns Deutschen und nur im geringen Maße bei den Amerikanern.

Unterschlagen wird gerne auch das Angebot von Trump «kauft mehr amerikanische Waren (Öl, Gas, Landwirtschaftliche Produkte) dann können wir über den Zoll verhandeln», Aber diese Wahrheit passt scheinbar nicht ins politische Bild und somit auch nicht in das des ÖRR, wird deshalb verschwiegen oder kommt nur als Nebensatz vor.

Ebenfalls unangenehm fällt auf, wenn man mit ollen Kamellen versucht, Gesprächspartnern vorzuhalten, was sie oder ihre Parteikollegen vor einigen Jahren auf irgendeiner Wahlveranstaltung von sich gegeben haben. Man fragt sich, warum sich überhaupt noch Politiker finden, die sich öffentlich von unbedeutenden und inkompetenten, aber viel zu hoch bezahlten Moderatoren, die sich profilieren wollen, vorführen lassen? Aber die Betroffenen werden sich später sicher an manche Situation erinnern und dann ….. (siehe oben).

Fazit: Ein Stellenabbau um ca. 50 Prozent bei Redakteuren, Moderatoren und Reportern sowie eine deutliche Gehaltsreduzierung bei den Intendanten des ÖRR, die teilweise mehr verdienen als der Bundeskanzler wäre problemlos möglich, ohne die ohnehin nicht vorhandene neutrale, sondern vorgegebene Berichterstattung zu beeinträchtigen. Dann würden sich auch die Forderungen nach höheren Gebühren erledigen und es wäre sogar noch Geld übrig für neue Produktionen, statt ständig Wiederholungen alter Filme zu zeigen, oder Wahl-Informationssendungen wie vorgestern Abend, wo Politiker auf kompetente Zuschauerfragen nur die üblichen wert- und inhaltslosen Allgemeinplätze von sich gaben.

Abschließend noch eine Frage, lieber Leser: Haben Sie gewusst, dass es so viele Politikwissenschaftler in Deutschland gibt und von was die leben? In fast jeder Nachrichtensendung taucht ein neuer Politikwissenschaftler auf und gibt seine Ansicht zur aktuellen Lage zum Besten. Was ist das eigentlich für ein Beruf: Politikwissenschaftler? Was tut man als solcher und kann man davon leben? Offensichtlich gut, denn sonst gäbe es nicht so viele davon. Langsam dürfte es eng werden in den Studios bei so viel Experten aus allen Bereichen.

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


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