Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Der Untergang für das Kurhauses wäre es, wenn man…“
Baden-Baden, 24.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sven Mayer Stellung zu dem goodnews4-Bericht FBB-Chef Marin Ernst analysiert Ursachen der Millionenpleite Kurhaus – «Das Land hat kein Interesse am Untergang der Stadt Baden-Baden und wir Bürger sowieso nicht».
Bis vor einigen Jahren war das Kurhaus-Restaurant an einen Gastronomen verpachtet, der auch für das Catering bei Veranstaltungen zuständig war. Dieser hatte aber keinen Einfluss darauf, welche Veranstaltungen stattfinden. Das lag in Hand der Bäder- und Kurverwaltung (BKV). Diese übernahm später dann selber die Kurhausgastronomie … und «scheiterte damit krachend». Nun will das Land künftig sowohl Gastronomie, Planung und Organisation der Veranstaltungen des Kurhauses in die Hände eines privaten Pächters legen. Vom Prinzip ein guter Ansatz wenn beide Aufgaben in einer Hand liegen. Caterer und Vermieter verfolgen häufig unterschiedliche Interessen: Ein Caterer möchte möglichst viele Veranstaltungen an Land ziehen, um seinen Umsatz zu maximieren. Ein Vermieter will einfach nur seine Pacht kassieren. Beide Interessen unter einen Hut zu bringen kann schwierig sein.
Das von Steffen Ratzel organisierte Catering im Kurhaus war genauso suboptimal wie Vermietung und Marketing. Da unser Kurhaus wegen diesem Missmanagement inzwischen einen schlechten Ruf hat, wird es einige Jahre harter Arbeit und gutes Marketing brauchen, um wieder auf die Erfolgsspur (das heißt auch in die schwarzen Zahlen) zu kommen. Wir brauchen im Kurhaus in Zukunft nicht nur möglichst viele, sondern auch vielfältige Veranstaltungen, die das ganze kulturelle Spektrum von Baden-Baden repräsentieren. Für die mediale Vermarktung des Kurhauses wird ein wirklich kompetenter Gastronomen/Event-Planer/Werbefachmann benötigt, der seine Fähigkeiten bereits andernorts mit Erfolg unter Beweis stellen konnte. Die Aufgaben des Marketings dürfen nicht wie bei Tobias Wald oder Steffen Ratzel nur nach CDU-Parteibuch anstatt nach fachlicher Kompetenz delegiert werden.
Der Untergang für das Kurhauses wäre es aber, wenn man dessen Vermarktung in die Hände von Frau Waggershauser legt. Sie leitet seit Jahren gleich drei städtische Gesellschaften, kann aber mit keiner von ihnen nennenswerte Erfolge vermelden: Die Besucher- und Übernachtungszahlen stagnieren. Kongresshaus sowie Kurhaus werden immer seltener gebucht. Die Mehrzahl der Veranstaltungen schließt mit Verlusten ab. Frau Waggershauser verwaltet diese Objekte nur passiv. Wir brauchen aber ein aktives, offensives und modernes Marketing. Mit Frau Waggershauser würde es unserem Kurhaus bald genauso ergehen wie dem traditionsreichen Kurhotel Hundseck. Ende der 1970er-Jahre begann der Abstieg des einst gut besuchten Hotels an der Schwarzwaldhochstraße. Heute ist das Kurhotel eine baufällige Ruine und ein Ärgernis für viele Menschen. So weit darf es mit unserem Kurhaus NIE kommen!
Sven Mayer
Baden-Baden
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