Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Die großformatigen, farbenprächtigen Wahlplakate“
Baden-Baden, 17.01.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener Wahlamt wird aktiv – Bürgermeister Krammerbauer zur Briefwahl: «Die Fristen sind knapp» – Antworten zur Bundestagswahl.
Da sind sie wieder, die großformatigen, farbenprächtigen Wahlplakate mit den 20 Jahre alten Jugendfotos der Kandidaten, inklusiver ihrer schon altbekannten Wahlaussagen, die einem wie bei jeder Wahl das Paradies auf Erden versprechen, jedoch nie eingehalten werden. Das weiß jeder Wähler, aber leider auch die Kandidaten, die noch nie an ihren Taten gemessen wurden. Warum schreiben die Kandidaten nicht ihre «Erfolge» auf die Wahlplakate? Ganz einfach, weil sie keine hatten. Im Gegenteil, ein Großteil der dort abgebildeten Akteure ist mitverantwortlich am wirtschaftlichen Niedergang und den sozialen Verwerfungen Deutschlands, aber Schuld haben ja bekanntlich immer die Anderen.
Kein Wähler ist in der Lage akribisch zu überprüfen, ob sein gewählter Kandidat sich für seine auf dem Wahlplakat veröffentlichten Versprechen eingesetzt und diese zumindest zum Teil umgesetzt hat. Gerade die Politiker wissen, dass das Wählergedächtnis extrem kurzlebig ist. Also scherrt sich niemand darum, was wer vor 4 Jahren versprochen hat. Durch KI könnte sich das jedoch ändern, weil man ohne Probleme die Wahlpropaganda vor 4 Jahren aufrufen und kontrollieren könnte. Das wird von vielen jungen Wählern sicher auch praktiziert, aber was ist mit den 20 Millionen Rentnern, die mit KI nichts am Hut haben? Wegen denen, und nur wegen denen, werden die eingangs erwähnten Wahlplakate aufgestellt, nach dem Motto: «Die Dummen sterben nicht aus». Manche Kandidaten meinen scheinbar, dass stereotype Grinsen reicht und die Oma macht ihr Kreuzchen an der «richtigen» Stelle. Aber vielleicht kommt es auch bei dieser Generation zu einem Umdenken und man erteilt populistischen Lügnern und unfähigen Ministern eine Abfuhr.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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