Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Die oine schwätze nur – die andre tun ebbes und packe mit an!“ – „Fette Gehaltserhöhungen von 60.000 und 80.000 Euro oben druff“
Baden-Baden, 13.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Jörg Riemer Stellung zu dem goodnews4-Bericht Verein «We Love Baden-Baden» übernimmt Initiative für die Innenstadt – Matthias Hirsch «Wir haben ein ganz neues Projekt mit einer Gutscheinkarte».
Ist doch immer dasselbe: Die oine schwätze nur – die andre tun ebbes und packe mit an! Auch in Baden-Baden. Im Gemeinderat greifen sich die Parteien scharf an – danach geht`s gut gelaunt gemeinsam ein Bierchen kippen. Ständig in den Medien präsent, aber kein Bock auf anstrengende und detaillierte Sacharbeit. Bei den städtischen Bilanzen und dem Haushaltsplan blicken die Damen und Herren nicht durch. Der OB sonnt sich auf Empfängen und hält schöne Reden, meldet sich dann krank und verabschiedet sich in den Ruhestand. Soziale Leistungen zusammenstreichen und Gebühren und Abgaben für den Bürger rauf – das können unsere Amateurpolitiker im Gemeinderat. In der Innenstadt immer mehr leerstehende Geschäfte: Hermes, Longchamp, Mia Zaya, Hawico Cashmere, Massimo Dutti und viele andere haben aufgegeben. Besucherzahlen und Übernachtungen im Hotelgewerbe sinken. Aber das bekommen unsere Volksvertreter im Gemeinderat in ihrer Wohlfühlblase ja nicht mit. In der Innenstadt quellen Müllbehälter über – rund um Kleider- und Glascontainer illegale Deponien – organisierte Bettlergruppen belästigen Passanten und Touristen – über die Weihnachtsfeiertage stapelt sich kartonweise Altpapier vor Geschäften, weil die Mitarbeiter der Stadt Urlaub machen. Unser Baden-Baden verwahrlost immer mehr und die Stadtverwaltung schaut tatenlos zu.
Dann gibt’s aber auch die, wo keine großen Worte machen, sondern einfach nur schaffe und mit anpacke: Der Betreiber des kleinen Tabak- und Lottoshops an der Ecke – der Kellner im Le Bistro oder Eiscafe Capri – die ehrenamtliche Helferin der Sozialen Tafel – die Betreiber von Hotels wie Roomers, Belle Epoque oder Merkur – der Busfahrer und die Verkäuferin in der Wagener Galerie – die Pizzabäcker und Köche im Mamma Lina, Romano oder Löwenbräu … Diese Menschen, und nicht die Bürohengste in der Verwaltung, sind die wahren Helden. Sie schaffen Wohlstand und halten den Laden am Laufen. Aber die Stadt tut alles, um ihre Arbeit zu behindern: Gewerbesteuer rauf – Parkgebühren erhöhen ... Diese Einnahmen werden dann verprasst, damit sich die Tourismuschefin Nora Waggershauser (Jahresgehalt so um die 190.00 Euro) oder der Klinikchef Thomas Iber (Jahresgehalt um die 386.700 Euro) noch mehr die Taschen vollstopfen können. Für beide gabs vor kurzem noch fette Gehaltserhöhungen von 60.000 und 80.000 Euro oben druff. Dann schließt man einfach mal von Weihnachten bis 6. Januar oder auch bei irgendwelchen Personalversammlungen oder Fortbildungen die gesamte Stadtverwaltung. Gibts sonst nirgendwo. Aber unsere ach sooo überarbeiteten Büroklammernsortierer in Baden-Baden müssen sich ja auch mal erholen.
Im Verein We Love Baden-Baden haben sich engagierte Bürger zusammengetan, denen das Wohl ihrer Stadt eine Herzensangelegenheit ist. Bepflanzte Blumentaschen werden aufgestellt – ein gut besuchtes Bücherfestival organisiert – liebevoll geschmückte Weihnachtsbäume in der Innenstadt aufgestellt – der Verein hat die Baden-Baden CARD entwickelt, mit der man beim Einkaufen in vielen Geschäften einen Bonus als Cash-Back erhält. Ziel eines neuen Projekts des Vereins ist es, die Stadt nicht nur sauberer, sondern auch lebenswerter zu machen. Praktische Maßnahmen werden dabei mit kreativer Öffentlichkeitsarbeit verbunden. In Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Bürgern sollen Sammelaktionen stattfinden. Erhebungen werden durchgeführt, um festzustellen, wo zusätzliche oder größere Abfallbehälter benötigt werden. Und was macht die Stadt? Sie kürzt We Love Baden-Baden auch noch die finanzielle Unterstützung. Dabei sind es doch auch die in diesem Verein engagierten Bürger, die unsere Stadt voranbringen, und nicht die «Dampfplauderer» in Gemeinderat und Verwaltung.
Jörg Riemer
Baden-Oos
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







