Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Diese von Herrn Bohnert vorgebrachte Kritik kann ich als langjähriges Mitglied des Baden-Badener Ortsverbandes der AfD großteils bestätigen“

Baden-Baden, 13.05.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener SPD/Die Linke-Fraktionschef Bohnert spricht von «Selbstzerfall der AfD» – «Klima der Spaltung in Rastatt».

SPD-Gemeinderat Sven Bohnert meint in seiner Presseerklärung, dass die AfD Baden-Baden/Rastatt überwiegend «mit sich selbst und ihren Radikalisierungstendenzen sowie mit persönlicher Selbstdarstellung in den sozialen Medien» beschäftigt sei. Seriöse kommunalpolitische Arbeit mittels «durchdachten, rechtlich sauberen und umsetzbaren Initiativen zu den zentralen Herausforderungen unserer Stadt» sei bei der AfD kaum noch festzustellen. Diese von Herrn Bohnert vorgebrachte Kritik kann ich als langjähriges Mitglied des Baden-Badener Ortsverbandes der AfD großteils bestätigen.

 

Die von Herrn Bohnert benannten, wie auch die nachfolgenden Punkte sind der Grund dafür, dass ich nach fast drei Jahren in der AfD Baden-Baden sowohl mein Posten im Vorstand des AfD-Stadtverbandes (der in den zwei Jahren meiner Mitgliedschaft sowieso nie zu einer Sitzung zusammengekommen ist) abgegeben habe, und nun auch ganz AUS DER PARTEI AUSGETRETEN bin.

Die AfD präsentiert in Kommunen, Ländern und Bund überwiegend unsolide, nicht durchdachte und kaum finanzierbare Konzepte. Auch die zunehmende «Vetternwirtschaft» in der AfD mittels Über-Kreuz-Anstellungen sowie die naive und verantwortungslose Nähe der AfD zum Diktator Putin haben mich zum Austritt aus der Partei bewogen. Die parteiinterne Meinungsfreiheit sehe ich in den AfD-Ortsverbänden Baden-Baden und Rastatt nicht mehr in ausreichendem Maße gewährleistet. Viele Ziele der AfD (außer dem in Teilen der Partei und vor allem der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland auch vorhandenen rechtsextremen und antisemitischen Irrsinn) halte ich im Kern aber weiterhin für richtig. Wenn man diese Ziele aber wie die AfD nur mittels unrealistischer sowie populistischer Vorschläge und mit einem drittklassig qualifizierten Personal aus Verwandten und alten Kumpels verfolgt, wird man zwingend scheitern und niemals in Regierungsverantwortung gelangen. Die AfD in ihrem momentanen Zustand würde Deutschland auch nicht voranbringen, sondern nur noch weiter in den Abgrund führen.

Ich habe in meinen drei Jahren in der AfD natürlich auch viele anständige und aufrichtige Menschen kennengelernt, deren Freundschaft ich nicht missen möchte. Ihnen, aber nicht der Parteiführung, wünsche ich für die Zukunft alles Gute.

Boris Fernbacher
Baden-Baden


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