Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Dorado für Weintrinker“ – Eine Nachricht für die Baden-Badener Winzer und Weintrinker
Baden-Baden, 25.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung.
Liebe Weinfreunde, und damit meine ich die Weintrinker und nicht die Winzer, die an meiner Feststellung weniger Freude haben werden. Tatsache ist, dass Wein noch nie so billig war wie heute. Das günstige Klima der letzten Jahre hat zu extremen Ernteerträgen weltweit geführt und damit zu einem sagenhaften Preisverfall. Ich meine nicht die Ausnahmegewächse wie einen Chatèau Lafite-Rothschild 1982 für 7.500 Euro, sondern die sogenannten Trinkweine, also Weine für jeden Tag die einem zu jedem Gericht Freude bereiten. Diese Weine, die bisher in der Preisklasse von 15 Euro bis 20 Euro angesiedelt waren, erhält man heute problemlos und ohne Geheimtipp für 50 bis 70 Prozent des ursprünglichen Preises.
Wie ist das möglich? Nun, die Großhändler haben, um günstige Einkaufspreise bei den Winzern zu erhalten, große Mengen geordert, die nun wie Blei in den Kellern liegen und raus müssen um Platz für die neuen Weine zu schaffen, die laut Verträgen abgenommen werden müssen. Ergo, günstige Preise zur Lagerräumung. Hinzu kommt das gigantische Angebot nicht nur aus unseren Nachbarländern wie Österreich, Italien und Frankreich, sondern auch die Massenangebote aus den USA, Südamerika und Neuseeland. «Dank» neuem Handelsabkommen mit Australien werden nun auch noch deren Weine in Massen auf den deutschen Markt drängen.
Fazit: Deutschland wird in diesem Bereich untergehen, wie in vielen anderen Bereichen auch. Da nützen auch Durchhalteparolen nichts, wir können in Deutschland aus bekannten Gründen einfach nicht so billig Wein produzieren wie das Ausland. Somit die Empfehlung an alle Weinfreunde; schlagen Sie zu und füllen Sie ihre Weinkeller mit den Sonderangeboten hochwertiger Weine. Diese Chance kommt vielleicht so schnell nicht wieder, weil die Großhändler künftig vorsichtiger disponieren werden und auch die Lagerhaltung von hochwertigen Weinen nicht mehr finanzieren wollen.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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