Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Drei Megabauten“ in Steinbach – „Jetzt ist der Zeitpunkt, sich einzubringen“
Baden-Baden, 11.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nehmen die goodnews4-Leser Dirk Supper und Lars Rosenberger, Vertreter der Bürgerinitiative «Steinbach – Unser Städtl» Stellung.
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Steinbach, sehr geehrter Ortschaftsrat unseres geliebten Städtls,
als Bürgerinitiative «Steinbach – Unser Städtl» wenden wir uns heute mit großer Sorge an Sie.
Nahezu acht Jahre lang stand das Pflegeheim-Projekt an der Gärtnerstraße (ehemalige Gärtnerei Werr) in Steinbach im Fokus der Öffentlichkeit. Vor zwei Jahren wurden Pläne vorgestellt, die viele Bürgerinnen und Bürger fassungslos zurückließen: ein rund 18 Meter hohes und etwa 80 Meter langes Gebäude mitten in einem Wohngebiet, das überwiegend von Einfamilien- und Doppelhäusern geprägt ist. Zwar wurde dieses Vorhaben vor einem Jahr zunächst gestoppt und soll nun an anderer Stelle realisiert werden. Doch der jetzt vorliegende Bebauungsvorschlag für das Gelände setzt erneut Maßstäbe – allerdings in die falsche Richtung. Geplant sind drei Megabauten mit jeweils vier Etagen sowie sieben Doppel- und Reihenhäuser mit insgesamt rund 50 Wohneinheiten. Damit würde eine Bebauungsdichte entstehen, die in keinerlei Verhältnis zur bestehenden Umgebung steht.
Besonders problematisch ist die Verkehrssituation: Bereits heute gibt es im gesamten Wohngebiet keine Gehwege für Fußgänger. Ein deutlicher Anstieg des Verkehrs würde gerade für die vielen Familien mit kleinen Kindern ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen für Umwelt und Lebensqualität.
Wir möchten klarstellen: Wir sind nicht gegen eine Bebauung des Areals. Im Gegenteil – dieser Bereich von Steinbach ist derzeit kein schönes Aushängeschild, und auch wir befürworten dringend die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Was wir jedoch entschieden ablehnen, ist eine überdimensionierte Bebauung, die den Charakter unseres Städtls grundlegend verändert.
Steinbach darf nicht zum Experimentierfeld für Bauprojekte werden, die sich weder an der bestehenden Struktur noch an der Lebensqualität der Anwohner orientieren.
Wir fordern daher eine maßvolle, kleinteilige und ortsverträgliche Planung, die Sicherheit, Umweltaspekte und das gewachsene Ortsbild respektiert.
Deshalb bitten wir Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger von Steinbach: Bringen Sie sich ein und unterstützen Sie uns beim geplanten Workshop der Stadtverwaltung Baden-Baden. Nur wenn viele Bürger ihre Stimme erheben, kann eine Lösung entstehen, die unserem Städtl gerecht wird.
Der Workshop findet statt am:
Dienstag, 24.03.2026, 20:00 Uhr
Bühnengebäude Steinbach
Meister-Erwin-Straße 5
76534 Baden-Baden / Steinbach
Jetzt ist der Zeitpunkt, sich einzubringen. Wenn wir schweigen, werden andere über die Zukunft unseres Stadtteils entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Bürgerinitiative
«Steinbach – Unser Städtl»
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







