Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Eigentlich hat für Frau Wischhusen fast alles Priorität“ –„Inhaltsleere Textbausteine“

Baden-Baden, 05.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht Verein Stadtbild Baden-Baden prüft OB-Kandidaten – Arpaschi, Hertweck und Tammert antworten persönlich – «Für Kandidaten Jung antwortete ‚Team Tietge‘» – «Für Kandidatin Wischhusen antwortete ‚Team Lencke‘».

Der Baden-Badener Verein Stadtbild hat den Kandidaten zur anstehenden OB-Wahl «12 Stadtbild-Wahlprüfsteine» zur Beantwortung vorgelegt. Dabei will er erfahren, welche konkreten Ideen die Kandidaten zu gewissen Themen haben und was ihnen als späterer OB besonders wichtig ist. Die Kandidatin Lencke Wischhusen bzw. ihr «Team Lencke» meint zur Diskussion um ein Leitbild für Baden-Baden: «Meine PRIORITÄT ist ein klares Zukunftsbild mit soliden Finanzen, einer starken Wirtschaft, einer lebendigen Innenstadt.» Zur Verkehrsproblematik antwortet sie: «Ein integrierter Mobilitäts- und Verkehrsplan hat für mich Priorität.» Frau Wischhusens Antwort auf die Frage nach der Qualität des öffentlichen Raums lautet: «PRIORITÄT haben Sauberkeit, Sicherheit, Pflege von Plätzen, Grünanlagen und Infrastruktur.» Eigentlich hat für Frau Wischhusen fast alles PRIORITÄT, und was nicht Priorität hat, wird zumindest zur Chefsache («Ja, Tourismus ist für mich Chefsache»).

 

Der Duden versteht unter «Priorität» den «Vorrang bzw. die Vorrangigkeit oder ein höheres Recht, das einer Sache, Person oder Aufgabe gegenüber anderen eingeräumt wird&rauqo;. Priorität bezeichnet die «Wichtigkeit innerhalb einer Rangfolge oder ein zeitliches Vorhandensein». Wenn gewisse Sachen besonders wichtig sind und mit Priorität bearbeitet werden, müssen andere Angelegenheiten logischerweise nicht ganz so wichtig sein und werden nachrangig bearbeitet. Wenn wie bei Frau Wischhusen fast alle Angelegenheiten Priorität genießen, dann hat bei ihr also NICHTS Priorität. Ihr scheinen alle Probleme unserer Stadt gleich wichtig bzw. unwichtig zu sein. Das lässt für mich nur zwei Schlüsse zu: 1.) Frau Wischhusen will die Bürger «vergackeiern», indem sie uns vormacht, dass sie als zukünftiger OB alle Probleme der Stadt zur Chefsache machen und sich vordringlich um diese kümmern wird. Das ist aber unrealistisch und auch unehrlich. 2.) Ihr Team Lencke oder ein KI-Programm bereitet vorgefertigte und inhaltsleere Textbausteine vor, die ihre Kandidatin dann nur noch als «aufziehbare Sprechpuppe» vortragen muss.

Ein künftiger OB muss aber mehr leisten als sympathisch rüberkommen und schöne Reden halten. Er muss sich in komplexe Sachverhalte einarbeiten, die Verwaltung führen und entschlussfreudig und durchsetzungsfähig Entscheidungen (auch mal unpopuläre) treffen und umsetzen. Über diese Fähigkeiten scheint mir Frau Wischhusen aber leider nicht zu verfügen.

Boris Fernbacher
Baden-Baden


Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.

«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de

Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.

1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.

2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.

3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.

4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.

5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.

6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.

7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.

8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.

9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.