Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Ein E-Auto immer noch rund 40 Prozent teurer als Verbrenner“ – Antwort auf Gastkommentar von Franz Alt
Baden-Baden, 26.11.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht «Eine bessere Welt als vorher» – Gastkommentar von Franz Alt.
Sehr geehrter Herr Alt,
Sie schreiben in Ihrem Kommentar begeistert, dass «die Zahl der E-Autos um 50 Prozent pro Jahr steigt», wir alle aber dennoch den «grünen Fortschritt nochmals beschleunigen und mindestens verdoppeln» müssen. Ist ja schön und gut, aber wie stellen Sie sich das für den einfachen Bürger finanziell vor, Herr Alt?
Ein E-Auto ist immer noch rund 40 Prozent teurer als der vergleichbare Verbrenner. Die staatliche Kaufprämie für E-Autos ist ausgelaufen. Wie soll da ein Durchschnittsverdiener mit sagen wir mal 2.320 Euro netto monatlich auch angesichts der von Scholz und Habeck zu verantwortenden Inflation 30.000 bis 40.000 Euro für ein neues E-Auto der Mittelklasse aufbringen? Gebraucht etwas kaufen? Leider auch keine gute Idee, denn auf dem Gebrauchtmarkt sind E-Autos fast 10.000 Euro teurer als Verbrenner. Die Mehrzahl der Bürger erhält nicht wie Sie eine vermutlich hohe Pension vom SWR und verdient auch nicht durch Buchverkäufe was dazu. Viele Menschen können sich ein E-Auto einfach nicht leisten, sind aber dennoch beruflich auf Mobilität angewiesen und fahren deshalb ein Verbrenner. Weltverbesserung und Klimaschutz muss man sich eben auch vom Geldbeutel aus betrachtet leisten können, lieber Herr Alt. Deutschland hat 2023 bereits fast 10 Milliarden Euro an ärmere Länder zwecks Dekarbonisierung und Klimarettung gezahlt. Sie schreiben, dass die Forderung nach mehr Geld aus den Industrieländern «grundsätzlich berechtigt ist, denn die armen Länder sind primär die Leidtragenden des Klimawandels, den sie nicht verursacht haben». Nach Ihrer Ansicht darf der deutsche Steuerzahler in Zukunft also gerne auch 20 oder 50 Milliarden Euro mehr zwecks Klimarettung an andere Länder abtreten. So sieht also das Konzept der Partei Die Grünen zur Klimarettung aus: Das Geld des hart arbeitenden Deutschen wird zur Bekämpfung des Klimawandels in die ganze Welt transferiert. Gleichzeitig ruiniert die inzwischen nur noch rot-grüne Ampelregierung in Berlin unsere Wirtschaft, treibt den Bürger in die Armut, erwartet von ihm aber gleichzeitig den Umstieg auf teure E-Autos und neue Heiztechnologien in seiner Wohnung. Diese Investitionen darf der deutsche Michel natürlich ganz aus der eigenen Tasche finanzieren.
Dazu sagt die Alternative für Deutschland (AfD) entschieden NEIN !. Politiker der AfD warnen bereits seit Jahren davor, dass der von SPD und Grünen überhastet und dilettantisch durchgeführte ökologische Umbau unserer Wirtschaft mittels ihrer neosozialistischen Verbots- und Subventionspolitik die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ruiniert und zu schwersten sozialen Ungerechtigkeiten und Verwerfungen führt. Alice Weidel drückte dies in folgenden Worten aus:
«Die Ampel-Koalition fährt Deutschlands Wirtschaft gegen die Wand. Verantwortlich für diesen beispiellosen Niedergang einer führenden Industrienation ist die rein ideologisch motivierte Transformationspolitik der Bundesregierung. (...) Um unser Land aus der Rezession zu holen und die dramatische Deindustrialisierung zu stoppen, ist eine Senkung der Energiepreise dringend notwendig. Bürger und Unternehmen müssen schnellstmöglich entlastet werden, indem die Strom- und die Energiesteuer auf ein Minimum gesenkt, sowie die Luftverkehr- und Grundsteuer, die CO2-Abgabe und der Solidaritätszuschlag ersatzlos gestrichen werden. Jeder Tag, den die Ampel weiter dilettiert und eine Kurskorrektur verweigert, schadet Deutschland. Es muss jetzt umgehend gehandelt werden, sonst droht ein Substanzverlust, der nicht wieder auszugleichen ist.»
Boris Fernsbacher
Baden-Baden
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