Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Ein Elektriker aus Muggensturm“ – „Ein Unternehmer aus Haueneberstein“ – „Eine Dame aus Bremen“ – „Das kann doch nicht alles sein“

Baden-Baden, 13.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Peter Witzens Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener OB-Kandidat Jan Schmidt aus Muggensturm über die Amtszeit von Dietmar Späth – «Ich denke, da gab es ein paar Schwierigkeiten» – «Bin derzeit dabei in die CDU einzutreten».

Wenn ich in Ihrer Publikation über den Stand der OB-Wahl in Baden-Baden lese, erfasst mich das Grausen: Sage und schreibe fünf Kandidaten, davon ein Elektriker (schon wieder) aus Muggensturm, ein Unternehmer aus Haueneberstein und – immerhin – eine Dame mit Verwaltungserfahrung aus Bremen… von den 2 verbleibenden weiß man wohl nichts. Das kann doch wohl nicht alles sein!

Man hat den Eindruck, die Verantwortlichen sitzen passiv da und warten, dass die Top-Bewerber/innen von alleine oder zufällig um die Ecke kommen. Doch wir brauchen für Baden-Baden dringend – zumal in der derzeitigen prekären Situation – die Besten, und zwar unbedingt mit einschlägiger und erfolgreicher Erfahrung. Die Besten kommen aber von sich aus gar nicht auf die Idee, sich zu bewerben, weil sie ja derzeit erfolgreich und zufrieden sind. Deshalb schalten Unternehmen Headhunter ein.

 

Nun ist mir natürlich klar, dass man im öffentlichen Bereich die Top-Performer nicht direkt ansprechen bzw. abwerben kann. Was man aber kann ist, diese außergewöhnliche Chance indirekt zu vermitteln. Dazu muss man ein detailliertes Stellenprofil mit Mindestanforderungen publizieren, in denen sich geeignete Kandidaten wider erkennen und ungeeignete Glücksritter und Wendehälse von der Bewerbung abgehalten werden.

- Hat die Stadt dies gemacht?

- Gibt es eine entsprechende PR-Aktion, mit der in der überregionalen Presse – DIE ZEIT, FAZ, Süddeutsche etc – auf die Chance hingewiesen wird? Wir haben doch eine Pressestelle, oder?

- Sind professionelle Anzeigen geschaltet worden – z.B. in DIE ZEIT?

- Habe ich etwas übersehen, wenn ich auf unserer Homepage keine professionell aufgemachte und attraktive Kandidaten-Werbung gesehen habe?

- Haben unsere super-vernetzten Parade-Baden-Badener aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung ihre Beziehungen spielen lassen, um geeignete Leute zu interessieren?

Eins ist auf jeden Fall klar: Ohne eine aktive professionelle Kampagne werden sich niemals die gewünschten und dringend notwendigen Top-Kandidaten einstellen. Und es müsste ein Wunder geschehen, wenn in den verbleibenden vier Wochen noch der ein oder andere «Boris-Palmer-Typ» um die Ecke käme. Deshalb wäre es nach meiner Meinung dringend angeraten, die OB-Wahl am 8.März abzublasen und eine professionelle Kampagne für einen späteren Termin zu starten.

Peter Witzens
Baden-Baden


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